Industrie: Weiter Unverständnis für Kritik an Bundeskanzler Schüssel

Appell von Managern für Mäßigung in den letzten Tagen des Wahlkampfes

Wien (OTS) - Wien (PdI) Bei einer Reihe von exportierenden österreichischen Unternehmen herrscht weiterhin Unverständnis über die Kritik von SPÖ, Grünen und FPÖ an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in Zusammenhang mit der Reise nach Bulgarien, die auch der Unterstützung der Firma Bösendorfer diente. "Österreichische Unternehmen erwarten sich die Begleitung durch unseren Bundespräsidenten und unsere Regierung ins Ausland, wenn dies dem Exportgeschäft dient. Es ist absolut unverständlich, wenn man nun in der Hitze des Wahlkampfs versucht, daraus etwas Negatives oder gar Verwerfliches zu konstruieren", zeigt sich Berndorf-Generaldirektor Mag. Norbert Zimmermann verwundert.

Der Generaldirektor und Vorstandsvorsitzende der Kapsch AG, Mag. Georg Kapsch, verwies auf die exzellente Performance österreichischer Unternehmen in Mittel- und Osteuropa, die primär Verdienst der österreichischen Betriebe und ihrer exzellenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei. "Gleichzeitig spielt bei der Eröffnung neuer Marktchancen aber natürlich das Image Österreichs und seiner politischen Repräsentanten in den Zielmärkten sowie die Notwendigkeit, in diesen Zielmärkten auch präsent zu sein, eine große Rolle. Umso sinnvoller ist es, diesen Wettbewerbsvorteil auch für Österreich zu nützen. Gerade die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Erfolg in Mittel- und Osteuropa Arbeitsplätze in Österreich selbst absichert bzw. vermehrt."

Der Vorarlberger Unternehmer Ing. Hubert Bertsch hob insbesondere hervor, wie wichtig gerade für Klein- und Mittelbetriebe politische Begleitung in Mittel- und Osteuropa sein kann. "Ich weiß aus Erfahrung, dass gerade auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa die Begleitung durch die Spitzen der Politik wie Bundespräsident, Bundeskanzler oder Bundesminister ein ungleich höheres Maß an Chancen und Sicherheit bedeuten kann."

Für Böhler Uddeholm-Generaldirektor Dr. Claus Raidl ist durch die aktuelle Diskussion die Grenze zur Standort-Schädigung überschritten. "Wenn es nicht mehr möglich ist, bei sensiblen Auslandsaufträgen die Politik um Unterstützung zu bitten, dann vermindert dies die Chancen im internationalen Wettbewerb. Die Folge ist die Gefährdung von Arbeitsplätzen in Österreich. Das kann ja wohl nicht das Ziel von SPÖ, Grünen und FPÖ sein." Der Generaldirektor der Energie AG, Leo Windtner, erklärte, "bei allen Marktauftritten in Osteuropa ist der Support durch die österreichische Politik unabdingbar."

Dem Appell zur Mäßigung in den letzten Tagen des Wahlkampfes und für die weitere bewährte Zusammenarbeit zwischen österreichischer Wirtschaft und Politik auf Auslandsmärkten schlossen sich darüber hinaus auch Mag. Martin Ohneberg, CFO der Soravia Gruppe, und Mag. Christian Domany, Vorstand des Wiener Flughafens, an.

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