Amon: Window-Dressing des ÖGB geht weiter

Jahrelang kapitalistische Konzernstruktur - jetzt wieder bloßer Verein?

Wien, 26. September 2006 (ÖVP-PK) Es sei völlig inakzeptabel, dass der ÖGB-Präsident bei der Frage des finanziellen Zustandes des Gewerkschaftsbundes nur Teile des ÖGB-Vermögens einbeziehen wolle, sagte heute, Dienstag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon. "Damit führt Hundstorfer weiterhin die Öffentlichkeit, die Mitglieder und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖGB hinters Licht", so der ÖAAB-Generalsekretär. Denn "es kann ja nicht so sein, dass der Verein ÖGB über Jahre hinweg so agiert, als wäre er eine kapitalistische Organisation im Konzernzuschnitt, und sich dann, sobald die wirtschaftlichen Machenschaften dieses `Unternehmens` gescheitert sind, wieder zurückzieht und sagt: Nur ein Verein!", sagte Amon. ****

Fest stünde, dass der Konzern ÖGB einen Schuldenstand von mehr als drei Milliarden Euro aufweise und damit klar überschuldet sei. "Fest steht auch, dass das bewusst vertuscht wird, um zu versuchen, die SPÖ über den Wahltag 1. Oktober drüberzuretten", so Amon. Für ÖGB-Präsident Hundstorfer bestehe hier großer Erklärungsbedarf. "Es ist völlig inakzeptabel, dass nun nicht das Gesamtvermögen dargestellt werden soll, sondern dass - wie das auch schon in der Vergangenheit passiert ist - die größten Schulden in irgendwelchen Gesellschaften, Zweigvereinen oder Stiftungen versteckt werden sollen", sagte der ÖAAB-Generalsekretär.

"Wenn Sie weiter in dieser Window-Dressing-Manier vorgehen, Herr Präsident, wird ihnen der Neustart für den ÖGB sicher nicht gelingen!", formulierte es Amon. Aber diesbezügliche Hoffnungen "schwinden ohnehin mit jedem Tag", schloss der ÖAAB-Generalsekretär.

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