Lehrstellenmarkt 2006/2007

Buchinger: Salzburg hat die beste Lehrstellenbilanz

Salzburg (OTS) - In den vergangenen Jahren drängten besonders geburtenstarke Lehrgänge auf den Arbeitsmarkt - so stieg etwa die Zahl der Lehrstellensuchenden zwischen 2004 und 2006 um 9,9 Prozent an, zwischen Jänner 2005 und Jänner 2006 war im Land gar ein Anstieg der Zahl der lehrstellensuchenden Jugendlichen um 15 Prozent oder 682 Jugendliche zu verzeichnen. Das ist die größte Zahl an Lehrstellensuchenden seit dem Jahr 1986. Aktuell waren im August 2006 im Land Salzburg 384 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle. Eine große Herausforderung für Land und AMS, wie Landesrat Dr. Erwin Buchinger und AMS-Geschäftsführer Siegfried Steinlechner heute, Dienstag, 26. September, bei einem Informationsgespräch betonten.

"Diese Entwicklung war uns natürlich bekannt, deswegen war in den vergangenen Jahren der Lehrstellenmarkt der Teilarbeitsmarkt, dem von Land und AMS gemeinsam die stärkste Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Ein Drittel der Gelder des Landes aus der aktiven Arbeitsmarktpolitik fließen allein in die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit", betont Landesrat Erwin Buchinger. Die aktuellen Zahlen belegen, dass diese Strategie erfolgreich war. Den 384 Jugendlichen auf Lehrstellensuche stehen zurzeit 628 offene Lehrstellen gegenüber. Damit stieg die Zahl der offenen Lehrstellen pro suchendem Jugendlichen von 1,1 im August 2005 auf 1,6 im August 2006, über das ganze erste Halbjahr 2006 beträgt der Wert 2,1. "In anderen Worten: für jeden Jugendlichen stehen statistisch gesehen beinahe zwei offene Lehrstellen zur Auswahl. Das ist ein auch in Restösterreich unerreichter Rekordwert und ein guter Beweis
dafür, wie ernst wir unser Engagement am Lehrstellenmarkt meinen", stellt Buchinger fest.

"Selbst wenn man den Tourismus (im Tourismus werden bereits 17 Prozent aller Lehrlinge in Salzburg ausgebildet) aus den Berechnungen herausnimmt, erhält man einen Wert von 0,9, d.h. rund eine offene Lehrstelle pro Lehrstellensuchendem. Aufgrund der guten Tourismus-Konjunktur suchen zurzeit eben viele Tourismus-Betriebe noch gute Mitarbeiter/innen. Es gibt jetzt aber auch Alternativen zum Tourismus - Interessierten steht eine breite Palette von Berufen offen", berichtet Geschäftsführer Siegfried Steinlechner aus der AMS-Praxis und weist auch umgehend die Vergleichsdaten aus den anderen Bundesländern vor: den zweiten Platz hinter Salzburg teilen sich Tirol und Vorarlberg mit 0,9 offenen Lehrstellen pro suchendem Jugendlichen (ohne Tourismus: Vorarlberg an zweiter Stelle mit 0,7), österreichweit müssen sich zwei Jugendliche eine offene Lehrstelle teilen (0,5 offene Lehrstellen pro Suchendem).

Diese Zahlen stellen das beste Ergebnis am Lehrstellenmarkt seit 1995 dar - damals waren die Zahlen ebenso gut. Auch die Zahl der offenen Lehrstellen ist die höchste seit dem Jahr 1994, damals wurden 627 Lehrstellen angeboten. Mit August 2006 wurden heuer bereits 3.127 neue Lehrverträge abgeschlossen - 787 mehr als im Vorjahr. "Es freut uns natürlich besonders, dass wir für diese neue Höchstzahl ein so gutes Angebot haben. Gerade der gute Einstieg in die Arbeitswelt ist besonders wichtig, ein gutes Lehrstellenangebot ist entscheidend für die zukünftige Struktur des Arbeitsmarktes", sind Buchinger und Steinlechner erfreut.

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