"Nestroy - Der Wiener Theaterpreis" - am 25. November in ORF 2

Walter Schmidinger erhält Ehrung für sein Lebenswerk

Wien (OTS) - "Nestroy - Der Wiener Theaterpreis" - die
Auszeichnung für herausragende Leistungen auf den Theaterbühnen im deutschen Sprachraum - wird am Samstag, dem 25. November 2006, bereits zum siebenten Mal verliehen. ORF 2 überträgt die glanzvolle Gala aus dem Theater in der Josefstadt live-zeitversetzt um 22.45 Uhr, 3sat zeigt die Nestroy-Verleihung am Sonntag, dem 26. November, um 10.15 Uhr. Ö1 berichtet aktuell. Als Moderatoren konnten heuer Michael Maertens und Nicholas Ofczarek gewonnen werden. Beide wurden 2005 mit dem Preis für den besten Schauspieler ausgezeichnet.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Theater in der Josefstadt präsentierten heute, am Dienstag, dem 26. September 2006, Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Dr. Karin Kathrein, die Vorsitzende der Nestroy-Jury, ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm, Mag. Bettina Glatz-Kremsner von den Österreichischen Lotterien und Hausherr Herbert Föttinger die Nominierungen zum diesjährigen Nestroy.

Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny freute sich in seinem Begrüßungsstatement, dass "sich der Nestroy so etabliert hat, mehr noch als das: Was der Oscar für Hollywood, ist der Nestroy für Wien und Österreich!"

Herbert Föttinger findet es "richtig und wichtig", dass die Nestroy-Verleihung in diesem Jahr im Theater in der Josefstadt stattfindet. "1829 hat Nestroy hier erstmals sein Publikum begeistert und seither hat die Josefstadt eine Nestroy-Aufführungstradition."

Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Österreichische Lotterien, betonte, dass "die Österreichischen Lotterien mit diesem Sponsor-Projekt die kulturellen Wurzeln Österreichs würdigen wollen".

ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm: "Es ist uns gelungen, mit dem Nestroy eine Marke zu schaffen, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Der Nestroy ist nicht mehr nur der Autor, sondern eben auch der Theaterpreis."

Der Nestroy wird heuer in elf Kategorien vergeben. Eine Kritikerjury beschloss in sieben Kategorien je drei Nominierungen und vergab darüber hinaus vier Jurypreise, darunter die Lebenswerk-Ehrung an Walter Schmidinger. Juryvorsitzende Dr. Karin Kathrein bedankte sich im Rahmen der Pressekonferenz bei allen Partnern und stellte die nachfolgenden Nominierungen vor. Die Entscheidung, wer von den jeweils drei Nominierten den Preis erhalten soll, liegt nun bei der Nestroy-Preis-Akademie.

Die Nominierten für den Nestroy 2006

Beste deutschsprachige Aufführung
"dunkel lockende welt" von Händl Klaus in der Inszenierung von Sebastian Nübling, Münchner Kammerspiele, Intendant Frank Baumbauer "Hedda Gabler" von Henrik Ibsen in der Inszenierung von Thomas Ostermeier, Schaubühne am Lehniner Platz, Intendant Jürgen Schitthelm "Höllenangst" von Johann Nestroy in der Inszenierung von Martin Kusej, Salzburger Festspiele (Schauspieldirektor Martin Kusej) in Zusammenarbeit mit dem Burgtheater (Direktor Klaus Bachler)

Beste Regie
Karin Beier "Kleinbürger" von Maxim Gorki im Akademietheater
David Bösch "Viel Lärm um nichts" von William Shakespeare, Salzburger Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater Hamburg Christiane Pohle "Die versunkene Kathedrale" von Gert Jonke im Akademietheater

Beste Ausstattung
Katrin Brack für "Tartuffe" von Jean Baptiste Moliere, Salzburger Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater Hamburg
Lena Kvadrat für die Kostüme in "De Lady in de Tutti Frutti Hat" von Yosi Wananu, Toxic Dreams, dietheater Wien Künstlerhaus
Martin Zehetgruber für "Höllenangst" von Johann Nestroy, Salzburger Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Burgtheater

Beste Schauspielerin
Edith Clever als Die ältere Frau in Jon Fosses "Schlaf" im Akademietheater
Judith Hoffmann als Beatrice in William Shakespeares "Viel Lärm um nichts", Salzburger Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater Hamburg
Christiane von Poelnitz als Tatjana in Maxim Gorkis "Kleinbürger" im Akademietheater

Bester Schauspieler
Michael Maertens als Mortimer in John Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen" im Akademietheater
Joachim Meyerhoff für seine künstlerische Gesamtleistung in der Saison 05/06 im Burg- und Akademietheater
Nicholas Ofczarek als Wendelin in Johann Nestroys "Höllenangst", Salzburger Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Burgtheater

Beste Nebenrolle
Dietmar König als Oberarzt in Gert Jonkes "Die versunkene Kathedrale" im Akademietheater
Caroline Peters als Rosalie in Johann Nestroys "Höllenangst", Salzburger Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Burgtheater
Gertrud Roll als Gräfin in Peter Turrinis "Bei Einbruch der Dunkelheit" im Stadttheater Klagenfurt

Bester Nachwuchs
Nuran David Calis für die Inszenierung von Friedrich Schillers "Die Räuber" im Volkstheater
Florian Carove als Gwendolen in Oscar Wildes "Bunbury" im Theater in der Josefstadt
Silvia Meisterle als Miranda in Alan Ayckbourns "Miranda im Spiegelland", Theater der Jugend

Die Jury-Preise 2006

Bestes Stück - Autorenpreis
Gert Jonke "Die versunkene Kathedrale" im Akademietheater

Beste Off-Produktion
Projekttheater Vorarlberg für "How much, Schatzi?" von H. C. Artmann

Spezialpreis
Dietmar Pflegerl für seine Leistungen als Intendant des Klagenfurter Stadttheaters

Lebenswerk
Walter Schmidinger

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