Korrektur zu OTS0115: Glawischnig nach UNO-Klimastudie: Klimapakt aller Parteien notwendig

Grüne fordern raschen Klimaschutz-Aktionsplan

Wien (OTS) - Zur heutigen OTS0115: Im letzten Satz muss es heißen:
Während die globale Durchschnittstemperatur im vergangenen Jahrhundert um 0,7 Grad gestiegen ist, ist sie in Österreich bereits um 1,8 Grad gestiegen.

"Die aktuelle UNO-Klimastudie bestätigt eindringlich die Warnungen der Klimaforschung vor den gravierenden Folgen des menschengemachten Klimawandels", so Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen. "Die Bundesregierung, aber auch viele europäische Staaten haben diese Warnungen bisher weitgehend ignoriert", kritisiert Glawischnig. "Der Klimawandel ist mittlerweile zur mess- und spürbaren Tatsache geworden. Wenn nicht innerhalb der kommenden Jahre eine Trendwende bei den Treibhausgasemissionen gelingt, wird sich der Klimawandel beschleunigen, mit katastrophalen Auswirkungen auch für Österreich und Europa" so Glawischnig. Die Grünen schlagen angesichts der dramatischen UNO-Klimastudie einen Klimapakt der österreichischen Parteien vor. "Unabhängig vom Ausgang der Wahl sollen sich die Parteien verpflichten, unmittelbar nach der Wahl einen Klimaschutz-Aktionsplan zu verabschieden, der sicherstellt, dass Österreich sein Klimaschutzziel erreichen kann", so Glawischnig. "Österreich zählt derzeit zu den Klimaschutz-Schlusslichtern in Europa, die bisherigen Anstrengungen reichen nicht aus. BM Pröll arbeitet angeblich seit Monaten an einer neuen Klimastrategie, bis heute gibt es aber keinen Plan, wie Österreich beim Klimaschutz auf Kurs gebracht werden soll", so Glawischnig. "Dabei bietet der Klimaschutz auch viele wirtschaftliche Chancen. Eine konsequente Energiewende als Schlüssel zum Klimaschutz kann Zehntausende neue Arbeitsplätze schaffen.
Gemäß Kyoto-Vertrag und verbindlichem EU-Beschluss muss Österreich seine Treibhausgasemissionen bis 2010 um 13 Prozent unter den Stand von 1990 senken. Derzeit ist Österreich meilenweit von diesem Ziel entfernt. Der Abstand zum Kyotoziel beträgt 22,6 Millionen Tonnen oder 28,7 Prozentpunkte. KlimaexpertInnen halten eine Reduktion der Treibhausgasemissionen der Industriestaaten um 30 Prozent bis 2020 und 80 Prozent bis 2050 für notwendig, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Während die globale Durchschnittstemperatur im vergangenen Jahrhundert um 0,7 Grad gestiegen ist, ist sie in Österreich bereits um 1,8 Grad gestiegen.

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