VSStÖ, SJ, JG, FSG: "Ab Sonntag essen wir die Studiengebühren"

Was sich Studierende ohne Studiengebühren alles kaufen könnten - Scharfer Protest gegen drohende Studiengebührenerhöhung auf 10.000 Euro

Wien (SK) - "Die schwarz/blau/orange Bundesregierung hat den Studierenden sehr viel Geld und vielen damit auch die Zukunft geraubt", so die Kritik der sozialdemokratischen Jugendorganisationen. Gemeinsam mit SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal haben sie heute vor der Universität Wien mit drei übervollen Einkaufswägen, deren Inhalt genau so viel kostet, wie die Studiengebühren eines Semesters ausmachen, gezeigt, was die Studiengebühren für Studierende wirklich bedeuten. ****

"Das Geld, das Studierende für die Studiengebühren aufwenden müssen, fehlt vielen bei den notwendigsten Dingen im Leben. Viele sozial schwächere Studierende werden dadurch zum Abbruch ihres Studiums gezwungen. Die Arroganz von Schüssel und der ÖVP ist nicht länger zu ertragen!", so Carmen Fischer, Vorsitzende des VSStÖ-Wien. Sie nimmt auch Bezug auf die gestrige Aussage von TU-Rektor Skalicky, der sich in der Wiener Zeitung für eine Erhöhung der Studiengebühren auf 10.000 Euro aussprach. "Wenn Skalicky, der Wolfgang Schüssel in dessen Personenkomitee unterstützt, solche Aussagen tätigt, ist eindeutig, dass unter einer erneuten Regierung der ÖVP Studieren nur mehr einem Bruchteil möglich sein wird", warnte Fischer.

Deckungsgleich argumentiert auch der Vorsitzende der FSG Jugend Wien, Robert Okenka: "Studiengebühren führen dazu, dass immer weniger Kinder aus sozial und kulturell benachteiligten Familien die Möglichkeit haben zu studieren. Wir fordern bestmögliche Bildung für alle, unabhängig von ihrer sozialen Situation." Auch die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, Sandra Breiteneder, sieht die Situation nicht anders: "Studiengebühren sind unsozial, weil sie sozial Schwächere und insbesondere Frauen von höhrerer Bildung fernhalten."

Was die Studiengebühren für die Studierenden bedeuten, wird zum heutigen Zeitpunkt, sechs Jahre nach ihrer Einführung, immer klarer, argumentieren die Studierendenvertreter: "Die ohnehin schon sehr elitären Universitäten sind noch elitärer geworden, sozial Schwächere sind unter den AbsolventInnen so selten zu finden wie schon lange nicht mehr. Die Bildungspolitik der ÖVP weckt schlechte Erinnerungen an die Zeit vor den großen sozialdemokratischen Bildungsreformen, die zu einer Öffnung der Universitäten führte. Elitenbildung, nicht Bildung für alle ist für die ÖVP das Gebot der Stunde. Wenn diese Regierung nicht jetzt gestoppt wird, werden die bildungspolitischen Folgen für (fast) alle ÖsterreicherInnen katastrophale sein."

Honorarfreie Fotos zur redaktionellen Verwendung (Aktion vor der Universität Wien mit vollen Einkaufswagen, Transparent, AktivistInnen der Jugendorganisationen und SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal) auf Anfrage und unter www.spoe.at.

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