Rote Karte für "Einkaufswagerl-Sünder" in der Brigittenau

Wagerl-"Entführung" gerichtlich strafbar - Erfolgreiche Aktion in Simmering

Wien (OTS) - Eine erfreuliche erste Bilanz der Anfang September gestarteten MA 48-Aktion "Rote Karte für Einkaufswagerlsünder" in Wien-Simmering liegt vor: Der Mobile Bürgerdienst der Stadt Wien verzeichnete einen Rückgang der "herrenlos" aufgefundenen Einkaufswagen um mehr als 50 Prozent. Umweltstadträtin Ulli Sima:
"Ein wirklich schöner Erfolg. Unser Ziel bleibt aber natürlich, dass alle Einkaufswagerl in die Geschäfte zurück gebracht werden. Daran wollen wir die WienerInnen mit der 'Rote Karte'-Aktion weiter erinnern." Jetzt wird die Aktion auf den Bezirk Brigittenau ausgeweitet. Die Bezirksvorsteher KR Renate Angerer (Simmering) und Karl Lacina (Brigittenau) unterstützen die Aktion: "Die Menschen sehen nicht ein, dass Wien durch die Nachlässigkeit einiger schwarzer Schafe verschandelt wird. Mit den Einkaufswagen können aber auch schwere Schäden angerichtet werden, etwa wenn sie gegen Autos gerollt werden. Wir sind froh, dass die MA 48 jetzt in unseren Bezirken in die Offensive geht."****

§135 StGB - Dauernde Sachentziehung

MitarbeiterInnen der MA 48 sind nun auch in der Brigittenau unterwegs, um die "Entführer" von Einkaufswagen über ihr falsches Verhalten aufzuklären. Uneinsichtigen zeigen die 48er-MitarbeiterInnen dabei die "Rote Karte". Das soll die Einkaufswagerl-Sünder auch daran erinnern, dass sie kein Kavaliersdelikt begehen: Das Verbringen der Einkaufswagen ist rechtlich eine "dauernde Sachentziehung" (§135 StGB) und damit gerichtlich strafbar.

Mehr als 16.000 "herrenlose" Einkaufswagerl hat die MA 48 seit dem heurigen Frühjahr von den Wiener Straßen geholt. Rund 1.000 mussten verschrottet werden, rund 11.000 fanden ihren Weg zurück in die Supermärkte, mehr als 4.000 warten auf dem Gelände der MA 48-Abschleppgruppe in Wien-Simmering auf ihre Abholung. Sima:
"Herumstehende Einkaufswagerl stören nicht nur das Stadtbild. Jedes Wagerl kostet der MA 48 in der Entsorgung rund 6 Euro - Geld der Gebührenzahler, das anderswo weit sinnvoller eingesetzt werden könnte." Die Lösung für dieses "Littering"-Problem sei ganz einfach, so Sima: "Einkaufswagerl gehören zurück in den Supermarkt."

Supermärkte unterstützen Aktion

Die Ausdünnung ihrer Einkaufswagen-Bestände stellt auch für die großen Handelsketten ein Ärgernis dar. In Abstimmung mit der MA 48 informieren sie Wien-weit ihre KundInnen mittels Plakaten in den Geschäften darüber, dass Einkaufswagerl in die Filialen gehören - und nur dorthin. (Schluss) wög

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