Leitl: Zeit ist reif für politische Integration Rumäniens und Bulgariens in Europa

Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die für heute erwartete Empfehlung der Europäischen Kommission, die beiden Länder mit 1. Jänner 2007 in die EU aufzunehmen

Wien (PWK624) - "Die Aufnahme von Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 wird von der österreichischen Wirtschaft voll und ganz unterstützt. Beide Länder sind in der Europäischen Union herzlich willkommen", begrüßte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), ausdrücklich die für heute, Dienstag, erwartete Empfehlung der Europäischen Kommission, beide Länder zu Beginn des nächsten Jahres in die EU aufzunehmen. "Bulgarien und Rumänien haben die wirtschaftliche Integration in Europa bereits geschafft. Nun ist die Zeit reif, auch die politische zu vollziehen", betonte der Präsident.

Die Aufnahme der beiden südosteuropäischen Staaten eröffnet heimischen Firmen ausgezeichnete Chancen. Zahlreiche österreichische Unternehmen haben die Zeichen der Zeit früh erkannt und bereits in den letzten Jahren enge wirtschaftliche Beziehungen geknüpft - und gewonnen: Sie profitieren nun von einem wichtigen Startvorteil. Wirtschaftlich gesehen zählen sowohl Rumänien als auch Bulgarien zu den interessantesten Reformländern und sind als österreichische Exportmärkte von wachsender Bedeutung. Der österreichische Handelsbilanzüberschuss mit Rumänien betrug im Vorjahr 705 Millionen Euro, mit Bulgarien 216 Millionen Euro. Die Exporte nach Rumänien sind seit 1993 um mehr als das 13-fache auf 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2005 gestiegen.

Sowohl in Rumänien als auch in Bulgarien ist Österreich zum größten Auslandsinvestor avanciert. So betrugen allein im Jahr 2005 die Neuinvestitionen in beiden Ländern bereits 1,3 Milliarden Euro. In Rumänien hat die österreichische Wirtschaft seit 1990 bereits über 8 Milliarden Euro investiert. Die Übernahme der BCR durch die Erste Bank (Investitionssumme: 3,7 Mrd. Euro) Ende Dezember 2005 war die bisher größte Auslandsinvestition Österreichs.

Die Wirtschaftskammer teilt die Einschätzung von Kommission und Europaparlament, dass vor allem in den Bereichen Justiz und Korruptionsbekämpfung eine Überwachung durch die EU sowie Schutzklauseln - vor allem im Bereich der Finanzhilfen - sinnvoll seien.

"Dank der EU-Mitgliedschaft und der damit verbundenen Einbettung Rumäniens und Bulgariens in das europäische Rechts- und Regelsystem werden sich in den nächsten Jahren noch bessere Geschäftschancen eröffnen. Die im Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten überdurchschnittlich hohen BIP-Zuwachsraten werden ihr übriges dazu beitragen", meint Leitl. (FA)

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