Schabl: Landeskliniken: Diskriminierung wegen Übergewichts ist strikt abzulehnen

Idee der betrieblichen Gesundheitsvorsorge darf nicht missbraucht werden

St. Pölten, (SPI) - Für einige Aufregung in den heimischen Landeskrankenhäusern sorgt derzeit die "Gewichtskontrolle" durch den Arbeitgeber. Nach jüngsten Medienberichten haben übergewichtige Angestellte schlechte Karten. "Die Gesundheit der MitarbeiterInnen zu fördern ist selbstverständlich wichtig und wünschenswert. Das muss immer durch positive Maßnahmen und Angebote passieren. Aber es ist absolut unzumutbar, Menschen ihres Gewichts wegen zu diskriminieren", zeigt sich der NÖ-Gesundheitslandesrat, LR Emil Schabl, entsetzt über die Vorgehensweise.****

"Neu eingestellte MitarbeiterInnen mit einem Body-Mass-Index von über 25 sollen ein Schreiben mit drohendem Unterton erhalten haben. Auch Fälle, in denen Verträge deshalb nicht verlängert worden seien, soll es schon gegeben haben", erläutert Schabl die Situation. "Eine solche Vorgehensweise hat nichts mit Gesundheitsvorsorge zu tun, sondern ist reine Schikane", so Schabl weiter. "Mir ist es wichtig, dass am Arbeitsplatz die Förderung der Gesundheit forciert wird, dass es entsprechende Angebote gibt und dass der Arbeitgeber für das richtige Arbeitsumfeld sorgt. Keinesfalls zulässig ist es aber, wenn man das Gewicht der MitarbeiterInnen als Druckmittel verwendet wird. Ich werde diesen Sachverhalt in der nächsten Landeskliniken-Holdingsitzung einmal klar und deutlich zur Sprache bringen", so Schabl abschließend.
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