Österreichischer Windkraft Know-how-Transfer nach Südamerika

IG Windkraft präsentiert im Auftrag der UNIDO Erfahrungen in Montevideo

Montevideo, Uruguay (OTS) - Heute startet in Montevideo, Uruguay, ein von der UNIDO (United Nations Industrial Development Organization mit Sitz in Wien) organisiertes dreitägiges Treffen aller lateinamerikanischen Energieminister zum Thema "Erneuerbare Energien:
Chance für Lateinamerika". Experten aus aller Welt erörtern mit den Energieministern die Chancen von Erneuerbaren Energien für Südamerika. Es wird erwartet, dass diesbezüglich konkrete Maßnahmen beschlossen werden. Auf Einladung der UNIDO präsentiert Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft Österreich, bei diesem Treffen die Entwicklung der Windkraft in Österreich. Die Erfolgsgeschichte des Windkraftausbaus in Österreich dient als Beispiel dafür, wie aus engagierten regionalen Initiativen nachhaltige Veränderungen der Energieversorgungsstrukturen eingeleitet werden können.

Dass Österreich heute sowohl bei der Windkraftleistung als auch im Solarkollektorenbereich einen weltweiten Spitzenplatz einnimmt, beruht maßgeblich auf regionalen Initiativen engagierter Privatpersonen sowie der finanziellen Einbindung der lokalen und überregionalen Bevölkerung in die Windkraftprojekte. Dieses österreichische Modell hat das Interesse der UNIDO auf sich gezogen, sodass die UNIDO im Frühjahr die IG Windkraft mit der Erstellung einer diesbezüglichen Studie beauftragt hat. Sie wird nun bei der Ministerkonferenz präsentiert.

Dr. Kandeh K. Yumkella, Generaldirektor der UNIDO, betonte im Rahmen der Konferenz in Montevideo: "Die österreichischen Erfahrungen sind für Lateinamerika sehr wertvoll. Die energiepolitischen Herausforderungen, vor denen die südamerikanischen Staaten stehen, sind zahlreich: Starkes Wachstum des Energiebedarfs, Abhängigkeit von konventionellen Energiequellen, sowie teilweise gänzlich unerschlossene Gebiete. Das österreichische Modell von Bürgerbeteiligung und Engagement unabhängiger Erzeuger bei der Windkraft kann hier als Vorbild dienen, wie diese Probleme bewältigt werden könnten."

Dr. Carlos Chanduvi vom Lateinamerikabüro der UNIDO bekräftigt:
"Die Windkraftbranche in Österreich ist insofern außergewöhnlich, als sie über eine besondere Struktur im Bereich der Windkraftanlagenbetreiber verfügt. Kennzeichnend ist eine breit gestreute Besitzstruktur der lokalen Bevölkerung. Das ist interessant für unsere Region und deshalb haben wir die IG Windkraft zu unserer Minsterkonferenz eingeladen." Stefan Hantsch dazu: "Es gibt bei uns viele kleine, lokale Betreibergruppen, was eine gute Akzeptanz und eine breite Verankerung in der Bevölkerung zur Folge hat. Uns freut, dass unser in den letzten Jahren erworbenes Know-how auf weltweites Interesse stößt und wir so bei der Verbreitung von Erneuerbaren Energien in Lateinamerika behilflich sein können."

Bilder von der Konferenz mit Stefan Hantsch und Vertretern der UNIDO werden ab ca. 14:30 auf der Homepage der IG Windkraft www.igwindkraft.at zur Verfügung gestellt.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Stefan Moidl, IG Windkraft
Tel.: +43 676 370 78 20

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