ÖAMTC-Baustellen-Test 2006: "Gefahrenstelle Baustelle" - Autofahrer sind gefordert (Teil 3, +Grafik, +Foto, +Beta TV-Material)

Schmale Fahrbahnen und unklare Beschilderungen fordern höchste Konzentration

Wien (OTS) - Ein dicker Brummi auf der schmalen Fahrspur nebenan
und die Betonleitwand auf der anderen Seite sorgen bei manchem Fahrzeuglenker für ein mulmiges Gefühl. Zu diesen "besonderen" Verkehrsbedingungen kommt noch die erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit, die von Autofahrern im Baustellenbereich gefordert wird. "Defensives Fahren ist gefragt. Besondere Vorsicht ist im Bereich der Ein- und Ausfahrten angesagt, wenn nur eine Fahrspur zur Verfügung steht", appelliert ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke. "Bei bremsenden, ausfahrenden oder noch langsamer einfahrenden Fahrzeugen gibt es dann keine Ausweichmöglichkeit." Die Tipps des Experten für eine sichere Fahrt:

* Unbedingt Tempolimits einhalten und die entsprechenden Hinweisschilder beachten.

* "Der häufigste Unfall im Baustellenbereich ist der Auffahrunfall", warnt Matzke. Er rät, den Abstand zum Vordermann zu vergrößern und besonders vorausschauend zu fahren. Vor allem bei einspurigen Verkehrsführungen gibt es keine Möglichkeit auszuweichen, wenn der Vordermann plötzlich bremst.

* In Spanien und Italien sind Verschwenkungsbereiche oft extrem kurz und steil.

* Berücksichtigen, dass ein breiter Lkw oder ein Gespann am Beginn der Verschwenkung mehr Platz braucht.

* Bei der Reduzierung der Fahrspuren das gesetzlich vorgeschriebene Reißverschlusssystem einhalten. "Das heißt, bis zur Verengung auf dem bisherigen Fahrstreifen bleiben, in den Spiegel schauen, blinken und sich nach dem Reißverschlusssystem abwechselnd einordnen", erklärt der ÖAMTC-Experte.

* Wenn man unsicher ist, immer auf der rechten Spur bleiben. "Sie ist breiter als die linke und man kommt dem Gegenverkehr nicht so nahe", sagt Matzke.

* Nur überholen, wenn man sich der Situation gewachsen fühlt. Unbedingt bedenken, dass die linke Fahrspur oft schmäler ist als die rechte.

* Im Pannenfall Warnblinkanlage einschalten und versuchen, das Fahrzeug außerhalb der Fahrspuren, z.B. zwischen zwei Baken, abzustellen. Wenn keine Pannenbuchten vorhanden oder erreichbar sind, sofort das Fahrzeug verlassen und sich einen sicheren Platz auf der dem Verkehr abgewandten Seite suchen. Warnweste nicht vergessen.

* Vorsicht bei Nachtbauarbeiten. Besonders kritisch ist der Übergang von der beleuchteten Arbeitsstelle in die dunkle Autobahn.

* Bei Fahrten ins Ausland sollte man sich über Baustellen auf der Route informieren. In anderen Ländern muss man mit unterschiedlichen Regelungen, andersfarbigen Fahrbahnmarkierungen und unbekannten oder schlecht sichtbaren Verkehrsschildern rechnen. "Wer im Ausland auf Nummer sicher gehen will, sollte auf der rechten Fahrspur bleiben", rät Matzke. In einigen Ländern sind die Schilder nämlich in Bodennähe angebracht und bei hohem Verkehrsaufkommen von der linken Fahrspur aus kaum zu erkennen.

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