Change 06: Höchste Zeit für politischen Kurswechsel - "Alfred Gusenbauer ins Kanzleramt"

Mehr als 200 Gäste bei Change 06; - Gusenbauer plädiert für Zusammenhalt statt Ellbogengesellschaft

Wien (SK) - Mehr als 200 Gäste - unter ihnen Altbundeskanzler
Franz Vranitzky und Zweite Nationalratspräsidentin Barbara Prammer -empfingen SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer Sonntagabend beim "Change 06"-Abschlussevent im Bruno-Kreisky-Forum. Die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren sich einig, dass es höchste Zeit für einen politischen Kurswechsel sei, damit es in Österreich unter einem Bundeskanzler Alfred Gusenbauer endlich wieder mehr Fairness, Solidarität und Gerechtigkeit gibt. Schauspieler Harald Krassnitzer, der zusammen mit Eva Pölzl durch den Abend führte, stellte fünf Menschen vor, die von der verfehlten Politik der Schüssel-Regierung betroffen sind - unter ihnen eine Studentin, die den massiven Bildungsabbau beklagte und eine Pensionistin, die aufzeigte, dass unter Schüssel die Pensionen "nicht größer, sondern viel kleiner geworden sind". SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer, der herzlich vom Präsidenten des Bruno-Kreisky-Forums, Bundesminister a.D. Rudolf Scholten begrüßt wurde, plädierte in seiner Rede für eine Gesellschaft des Zusammenhalts und der Solidarität und erinnerte daran, dass mit einer Ellbogengesellschaft wie sie die ÖVP wolle, der "Aufstieg Österreichs nie möglich gewesen wäre". ****

Für die gelungene musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Geigerin Lidia Baich, die von ihrer Mutter am Piano begleitet wurde, und eine Jazz-Band, die die mehr als 200 Gäste mit mitreißenden Songs verwöhnte. Gastgeber Rudolf Scholten konnte in seinen Begrüßungsworten auch unterstreichen, dass Alfred Gusenbauer für seinen großartigen Einsatz und seine großen Leistungen zu danken sei. Gabriel Lansky, Obmann des Vereins "Change 06" - eine 2005 gegründete Plattform zu Förderung eines politischen Wechsels hin zu einer sozialen, offenen und zukunftsorientierten Politik - zeigte sich erfreut darüber, dass es "genügend engagierte Menschen" gibt, die ein besseres und gerechteres Österreich wollen.

Gusenbauer - Gute Chance, den Kurswechsel zu schaffen

Bei seiner "Tour de Chance" durch Österreich spüre er, dass die "Stimmung für die SPÖ jeden Tag positiver wird", daher gebe es eine "gute Chance" den dringend notwendigen Kurswechsel am ersten Oktober zu schaffen, so SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer unter großem Applaus. Er beziehe sein Wissen über die Lebensprobleme der Menschen nicht aus "kalten Statistiken", sondern er versetze sich in die Menschen hinein und nehme sich ihrer Sorgen im persönlichen Gespräch an, hielt Gusenbauer fest. Dass Österreich sowohl bei PISA als auch in der neuesten OECD-Studie bildungspolitisch nicht gut abschneide, lasse "alle Alarmglocken schrillen", so Gusenbauer, der hier auf den "untrennbaren Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand heute und dem Einkommensniveau morgen" verwies. Er wolle, dass Österreich mit bestens ausgebildeten Menschen in den Wettbewerb der Exzellenz eintrete und nicht in einen nicht zu gewinnenden Wettbewerb der Niedriglöhne, bekräftigte Gusenbauer.

Von Schüssel-Regierung Benachteiligte erklären, warum sie für Gusenbauer sind

Es gebe angeblich vierzig gute Gründe, Schüssel zu wählen, verwies Schauspieler Harald Krassnitzer, auf die aktuelle Selbstbeweihräucherungs-Kampagne der ÖVP. Unter diesen Gründen fänden sich so spektakuläre, wie "weil er gerne wandert und weil er gern liest" - doch in Wahrheit "gibt es mindestens 70.000 Gründe, Schüssel nicht zu wählen - und das sind die bedauernswerten 70.000 arbeitslosen Jugendlichen, die Schüssel zu verantworten hat", übte Krassnitzer harsche Kritik an der falschen Beschäftigungspolitik der Bundesregierung.

Unter dem Motto "Stimmen für den Wechsel" stellte Krassnitzer dann fünf Menschen vor, die von der schlechten Politik der Schüssel-Partei in den letzten sechs Jahren besonders betroffen waren. So zeigte sich ein renommierter Universitätsprofessor über den Bildungsabbau zutiefst besorgt, auch eine junge Studentin unterstrich, dass die Situation an den Universitäten beklagenswert sei - die "unnützen Studiengebühren haben die Qualität nicht verbessert", es gebe nach wie vor "überfüllte Hörsäle und schlechte Betreuungsverhältnisse". Eine Finanzexpertin und junge Mutter brachte es auf den Punkt: "Das Jahr 2006 muss das Jahr des politischen Wechsels sein." Denn die Frauen müssten gleichberechtigte Chancen haben, am Erwerbsleben teilzunehmen - daher fordere sie: "Alfred Gusenbauer ins Kanzleramt". Es könne nicht sein, dass man immer mehr Menschen "aus dem Beruf boxt, nur um die Gewinne zu steigern", hob ein Firmenvorstand hervor, während eine Pensionistin festhielt, dass gerade das Thema Pflege, das Kanzler Schüssel wegreden wolle, den älteren Menschen ein besonderes Anliegen sei. "Nach sechs Jahren Schüssel geht’s uns nicht sehr gut - daher hoffe ich auf ein sozialdemokratisches Österreich unter einem Kanzler Alfred Gusenbauer", stellte die Pensionistin abschließend klar. (Schluss) mb

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