Neues Volksblatt: "Stil-Wahl" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 20. September 2006

Linz (OTS) - Der Ausflug des steirischen SPÖ-Landeshauptmannes Franz Voves auf das Wiener Wahlkampfparkett hat weder ihm noch seiner Partei Lorbeeren eingebracht. Dass er sich für seine Aussage, die ÖVP sei eine "genetisch bedingte bösartige Krebszelle" entschuldigt hat, ehrt ihn in gewisser Weise. Dass er vier Tage gebraucht hat, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass das keine gute Meldung war, spricht indes nicht gerade für ihn. Und dass in der SPÖ sonst niemand an der Voves- Aussage Anstoß nahm, spricht Bände. Man hat das Negativ-Campaigning offenbar schon zu sehr intus, als dass man Schmerzgrenzen noch erkennen würde. Und völlig verdrängt dürfte man in der SPÖ haben, dass es nach dem 1. Oktober auch den 2. Oktober gibt.
Die Antwort auf den SPÖ-Wahlkampf können die Wähler am 1. Oktober geben. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat insbesondere in die Richtung der Genossen Haider und Voves bereits betont, dass die Nationalratswahl auch eine Entscheidung über den politischen Stil sein werde. Wobei es dabei gar nicht nur um das Abschneiden von ÖVP und SPÖ geht, sondern auch darum, wie viele Österreicher den Urnen fern bleiben.

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