Häupl, Kuntzl und Edlinger: Neue Fairness braucht das Land!

Großer Applaus bei PensionistInnenveranstaltung im Theater an der Wien

Wien (SPW) - Einen breiten Bogen an Themen spannten der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl, die Wiener SPÖ-Spitzenkandidatin zur Nationalratswahl, Andrea Kuntzl und der Vizepräsident des Pensionistenverbands Österreich, Rudolf Edlinger im Rahmen einer SeniorInnenveranstaltung am Dienstag im Theater an der Wien, die ganz unter dem Motto: "Neue Fairness braucht das Land" stand. Gleich zu Beginn nutzte Häupl die Gelegenheit, sich für die Leistungen der älteren Generation beim Wiederaufbau Wiens zu bedanken: "Es ist unglaublich, welch weiter Weg beim Wiederaufbau dieser Stadt von den Trümmern, die uns die nationalsozialistische Tyrannei hinterlassen hat, zu dieser wunderschönen Millionenstadt zurückgelegt wurde. Das ist ihr Werk, ihre Arbeit und ich bedanke mich auf Herzlichste, dieses Lebenswerk fortführen zu dürfen", betonte der Wiener SPÖ-Vorsitzende.****

In der Folge ging Häupl auf das Pflegethema ein: Es sei eine "seelisch-emotionale Verpflichtung", Menschen, die Hilfe brauchen, auch zu helfen. "Wir müssen den Menschen die Sicherheit geben, dass sie Pflege auf dem höchsten Niveau erhalten"; so Häupl. 90.000 Menschen würden in Wien bereits zuhause betreut, 9.000 in Einrichtungen der Stadt, wofür man insgesamt 600 Millionen Euro aufwende. Die Aufrechterhaltung und Sicherung des Gesundheitssystems sei eine solidarische, gemeinschaftliche Aufgabe, so der Bürgermeister, der "zynischen" ÖVP-Forderungen, wonach jeder einzeln vorsorgen solle, eine klare Absage erteilte. Häupl sprach sich weiters dafür aus, soziale Transferleistungen zusammenzufassen und eine Grundsicherung zu finanzieren, damit es "die Bilder der Arbeitslosenschlangen, die man aus der Geschichte kennt, nicht mehr gibt und nicht mehr geben kann". Bezug nehmend auf das Bildungsthema betonte Häupl: "Es geht um mehr als die Abschaffung der Studiengebühren. In Zukunft schafft nur mehr die Umsetzung von Wissen und Innovation in Praxis Wohlstand, Arbeit und Arbeitsplätze." Die Schule des 19. Jahrhunderts biete jedenfalls keine Antwort auf die Herausforderungen der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Die Wiener SPÖ-Spitzenkandidatin Andrea Kuntzl betonte in ihrem Beitrag, dass die "Stimmung besser ist, als es der ÖVP lieb sein kann". Bei vielen Begegnungen gerade mit älteren Menschen habe sie jedoch gespürt, dass es für diese immer schwieriger sei, mit der Pension auszukommen und das tägliche Leben zu finanzieren. Die PensionistInnen würden aber nicht nur an ihre eigene Lebenssituation denken, im Mittelpunkt stehe vielmehr die Frage "Wie wird es unseren Kindern und Enkelkindern gehen?". Und da seien faire Bildungschancen ein Schlüsselfaktor: "Unsere Kinder müssen besser gefördert werden:
Wir brauchen kleinere Klassen und mehr Ganztagsplätze, kurz eine große Bildungsreform, die wir machen wollen und auch machen müssen", so Kuntzl, die festhielt: "Die Bildungschancen der Kinder dürfen nicht vom Umfang der Brieftasche abhängen!" Vorrausetzung dafür, dass sich etwas Grundlegendes ändere, sei ein starkes Votum für die Sozialdemokratie, unterstrich Kuntzl: "Nur wenn die SPÖ Erster wird, werden wir die Möglichkeit haben, unsere Konzepte und Ideen auch entsprechend umzusetzen."

Die Sozialdemokratie habe Österreich innerhalb von 30 Jahren von einem "Hinterhofland" zu einem reichsten Industriestaaten gemacht, unterstrich abschließend der Vizepräsident des Pensionistenverband Österreich, Rudolf Edlinger. In diesen Jahren habe man auch immer daran gedacht, diesen Zuwachs an Reichtum gerecht zu verteilen, doch seit 2000 "gehen die Uhren anders". Nun habe man einen Finanzminister aus einer Unternehmerfamilie, der Politik für seine Klientel mache, meinte Edlinger in Hinblick auf die geplante Abschaffung der Erbschaftssteuer. Er, Edlinger, sei zwar Finanzminister "außer Dienst", aber nicht "in Ruhe": "Ich werde solange keine Ruhe geben, bis diese Regierung abgewählt ist!" Edlinger verwies darauf, dass die Unternehmensgewinne innerhalb der letzten sechs Jahren um 300 Prozent gestiegen seien, die Vorstandgehälter hätten sich verdoppelt, während die Gehälter der Arbeiter und Angestellten nur um 1 Prozent stiegen und die Pensionen sogar um 8 Prozent an Wert verloren. "Eine erzkonservative Politik hat zu dieser ungerechten Verteilung von Wohlstand geführt. Die Geschichte hat aber gezeigt, dass es auch anders geht", betonte Edlinger abschließend vor Hunderten Besucherinnen und Besucher, die in der Folge ein tolles Unterhaltungsprogramm genossen. (Schluss) tr

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