Kündigungen bei Gabor: AK Kärnten fordert Taten

Klagenfurt (OTS) - Angesichts der nächsten Hiobsbotschaft aus der Schuhindustrie - nach dem Aus für die Firma Gallus in Wolfsberg und der Einstellung der Produktion bei Ara in Feldkirchen verlieren auch bei der Firma Gabor in Spittal noch heuer 170 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz - fordert die Arbeiterkammer Kärnten die rasche Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen für die Betroffenen.

Bereits vor drei Jahren wurde der Mitarbeiterstand bei Gabor von 950 auf 650 reduziert. Die Streichung von weiteren 170 Arbeitsplätzen ist der nächste Schlag für die Arbeitnehmer in der Schuhindustrie in Kärnten. Im Bezirk Spittal gab es im August 1.668 vorgemerkte Arbeitslose, davon 886 Frauen. Während es bei den Männern einen Rückgang gab, legte die Zahl der weiblichen Arbeitslosen im Bezirk um 3,7 Prozent zu.

Dringend nötig ist deshalb die Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen für die Betroffenen - vorwiegend Frauen. "Den Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, ist mit Versprechungen nicht geholfen. Bereits bei der ersten großen Kündigungswelle vor drei Jahren haben Politiker von Land und Bund die rasche Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen versprochen, sind diese aber bis heute schuldig geblieben", betont AK-Präsident Günther Goach. "Die Politik muss endlich Taten setzen." Als rasche erste Überbrückungshilfe für die Betroffenen fordert die AK einen Sozialplan und eine Arbeitsstiftung.

Zu den 170 Betroffenen bei Gabor kommen 170 Produktionsmitarbeiter bei Ara, die mit Ende September den Arbeitsplatz verlieren. Bereits Anfang 2005 kostete die Schließung der Firma Gallus in Wolfsberg fast 200 Menschen den Arbeitsplatz. Seit dem Jahr 2000 sind von 2.324 Arbeitsplätzen in der Kärntner Lederindustrie 1.505 verloren gegangen und damit nur noch 819 übrig geblieben.

Das Land Kärnten muss auf die Entwicklung reagieren und rasch einen Krisenplan erstellen und Ersatzstrukturen für die betroffenen Kärntner Bezirke schaffen", betont Goach. Wichtig dabei ist, dass es sich dabei nicht um kurzfristige Ersatzarbeitsplätze handelt, sondern um Stellen in nachhaltigen Branchen mit Zukunft. Einmal mehr unterstreicht die AK auch ihre Forderung nach Konzepten zur Betriebsansiedelung.

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