Gorbach zur Sperre des Dalaaser Tunnels: Kompromiss wurde erreicht

Sonderkommission: kürzere Bauzeit, Schultransfer mit Bussen

Wien (OTS) - Die von Verkehrsminister Hubert Gorbach installierte "Sonderkommission Dalaaser Tunnel", bestehend aus Vertretern des Verkehrsministeriums, der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, der ASFINAG, der Exekutive, der Feuerwehren, der Gemeinden Dalaas und Klösterle sowie des Landes Vorarlberg, hat in ihrer heutigen Sitzung eine einstimmige Kompromisslösung erzielt. Eine verkürzte Bauzeit und ein flächendeckender Schülertransfer durch Busse entlang der Ausweichroute L 97 sind das Ergebnis.****

Die Anrainergemeinden hatten zunächst gegen die Sperre protestiert, da sie erhebliche Verkehrsbelastungen auf der Ausweichroute befürchteten und vor allem die zahlreichen Schüler auf ihrem Schulweg gefährdet sahen. Verkehrsminister Gorbach hatte daraufhin eine Sonderkommision mit der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen beauftragt.

Der Grund für die ursprünglich geplante 49tägige Totalsperre des Dalaaser Tunnels ist die aus dem Jahr 1979 stammende Löschwasserversorgung, die nicht mehr den Tunnelsicherheitsbestimmungen entspricht und daher einer dringenden Neuverlegung bedarf.

Mit der nun erzielten Kompromisslösung konnte die Sonderkommission eine Verkürzung der Bauzeit auf lediglich drei Wochen erreichen. Die Bauarbeiten werden demnach am 6. Oktober 2006 abgeschlossen und der Dalaaser Tunnel wieder geöffnet sein. Die ASFINAG erklärte sich bereit, alle nur möglichen Kräfte zu bündeln und im 24-Stunden Doppelschichtbetrieb die Arbeiten bis aufs Äußerste voranzutreiben. Darüber hinaus wird ein Transferdienst eingerichtet werden, der sämtlichen Schülern aus der betroffenen Region ermöglichen wird, mit Bussen von zuhause in die Schule und zurück zu kommen.

Verkehrsminister Gorbach: "Die Arbeiten am Tunnel sind aus Brandschutzgründen enorm wichtig, eine Sperre desselben leider notwendig. Eine Katastrophe wie 1999 im Tauerntunnel darf sich niemals wiederholen. Allerdings ist auch die Belastung für die Anrainer durch den Ausweichverkehr groß. Ich bin deshalb froh, dass wir einen so schnellen und vor allem einstimmigen Kompromiss erzielen konnten, der beides so gut es geht berücksichtigt." (Schluss)

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