Freiheitliche Arbeitnehmer fordern Urabstimmung über ÖGB-Präsidenten

Kölly: "Mann aus der Basis soll Gewerkschaftsbund führen"

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an der derzeit laufenden Mitgliederbefragung des ÖGB kommt heute vom Freiheitlichen Bundesarbeitnehmerobmann und Spitzenkandidaten der FPÖ-Burgenland für die Nationalratswahlen am 1. Oktober Bürgermeister Manfred Kölly. Der Fragebogen bestehe ausschließlich aus "Nona-Fragen", die wirklich heiklen Punkte würden ausgelassen.

Kölly: "Der Fragebogen ist gelinde gesagt ein Witz. Da wird beispielsweise gefragt, ob man über die Aktivitäten der Gewerkschaft besser informiert werden möchte oder ob man für mehr direkte Demokratie innerhalb des ÖGB ist. Gleichzeitig werden die heikelsten Punkte ausgespart, womit man ein wirkliches Mitspracherecht der Basis von vornherein unterbindet. Die Befragung ist eine reine Alibi-Aktion, an der Meinung der Basis sind Hundstorfer und Co nicht im Geringsten interessiert."

Bundesarbeitnehmerobmann Manfred Kölly fordert einen "wirklichen Reformwillen" der ÖGB-Spitze ein. Erster Schritt müsse eine Urabstimmung über einen neuen Präsidenten sein. Jemand, der eine Anwesenheitsliste mit einer Haftungserklärung verwechsle, sei als Vorsitzender jedenfalls nicht tragbar. Der neue Präsident solle ein Mann der Basis sein, der "keinerlei Interesse am bestehenden Bonzentum" zeige und sich wieder ausschließlich auf die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen konzentriere.

"Der ÖGB ist für unsere Arbeitnehmer auch in Zukunft wichtig und darf nicht länger Gusenbauers Handlangern überlassen werden. Die Frage unter Punkt 6 des Fragebogens, ob die Überparteilichkeit der Gewerkschaft gestärkt werden soll, ist in diesem Zusammenhang reine Ironie. Es gibt keinerlei Tendenzen, daß die siamesischen Zwillinge SPÖ und ÖGB jemals getrennt werden, leider", meint Kölly.

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