Wirtschaft für individuelle Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Absetzbarkeit

Zehetner: "Kindergärten alleine können den Bedarf nicht decken"

Wien (PWK601) - "Das Problem der Vereinbarkeit von Beruf und
Familie liegt unserer Meinung nach nicht nur bei den fehlenden Betreuungsplätzen in Kindergärten, Krippen und Volksschulen," betont Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin von Frau in der Wirtschaft, der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich der am Dienstag von der Arbeiterkammer präsentierten Zahlen zu fehlenden Betreuungsplätzen. Gerade für selbstständige Frauen und Frauen in Führungspositionen, so Zehetner, hätten individuelle Betreuungsmöglichkeiten eine weit größere Bedeutung.

Diese Frauen benötigen die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung der Kinderbetreuung gerade in Randzeiten, wo auch eine noch so flexible Gestaltung der Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen den Bedürfnissen nicht gerecht werden kann. "Die Arbeitszeiten einer Selbständigen etwa im Direktvertrieb oder der Gastronomie lassen sich nicht auf einen "Nine-to-Five"-Job reduzieren. Hier benötigen die Frauen aufgrund ihrer Arbeitszeiten bis spät in die Nacht und auch am Wochenende flexible Hilfestellung durch Betreuungshilfen", erläutert Zehetner.

Darüber hinaus - "weil es Faktum ist, dass Kinderbetreuung kostet" - hat "Frau in der Wirtschaft" ein Modell für eine steuerliche Begünstigung von Betreuungs- und Haushaltshilfen ausgearbeitet.

Der Wunsch nach einer steuerlichen Begünstigung von Betreuungshilfen ist ein weit verbreitetes Anliegen. In vielen Fällen sind zusätzlich leistbare flexible Betreuungsangebote nötig. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen sich alle Frauen -Angestellte, Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen - leisten können", so Zehetner.
Nach dem Betreuungsprämienmodell von "Frau in der Wirtschaft" können 10 Prozent der Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen mit einer maximalen Deckelung von 783 Euro pro Jahr als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden.

"Die Betreuungsprämie ermöglicht es Frauen, ihre Arbeitskraft auf ihre selbstständige bzw. nichtselbstständige Tätigkeit zu konzentrieren. Betreuungs- und Haushaltsdienstleistungen müssen nicht mehr aus Kostengründen nur in Eigenregie erbracht werden", betont Zehetner. Mit diesem neuen Modell solle es Fairplay für all jene Frauen geben, die sich eine externe Kinderbetreuung organisieren und finanzieren müssen.

Die technische Umsetzung der Betreuungsprämie ist einfach. Die Prämie würde als Gutschrift auf dem Abgabenkonto verzeichnet und als Erstattung von der Einkommenssteuer, vergleichbar mit der Bildungsprämie, der Investitionszuwachsprämie oder der Lehrlingsausbildungsprämie gelten. Rund 4.000 Personen unterstützen bereits jetzt die Umsetzung der Betreuungsprämie unter www.betreuungspraemie.at. (EB)

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