Grillitsch kritisiert Natura 2000-Gebietsausweisungen im Ennstal

Forum Land-Veranstaltung zum Thema "Eigentum in Gefahr" in Raumberg

Irdning/Wien (AIZ) - Scharfe Kritik übt der Obmann von Forum Land, Nationalrat Fritz Grillitsch, am steirischen SPÖ-Landesrat Manfred Wegscheider im Zusammenhang mit der Ausweisung des Ennstales als Natura 2000-Gebiet. Bei einer Forum Land-Veranstaltung zum Thema "Eigentum in Gefahr" in der HBLA Raumberg-Gumpenstein meinte Grillitsch: "Landesrat Wegscheider weist große Teile des Ennstals als Natura 2000-Gebiet aus - angeblich zum Schutz des Wachtelkönigs. Das Problem dabei ist: Diesen Vogel hat noch nie jemand zu Gesicht bekommen. Aber angeblich gibt es Aufnahmen von ihm, die der Landesrat bei einer nächtlichen Tour gemacht hat. Wenn es sich dabei nicht nur um eine Halluzination handelt, fordere ich Wegscheider hiermit auf, die Fotos vom Wachtelkönig endlich auf den Tisch zu legen. Wenn er das nicht kann, soll er gefälligst aufhören, auf dem Eigentum der Ennstaler herumzutrampeln."

Grillitsch bemängelte auch, dass die Gebietsausweisungen erfolgt seien, ohne das Gespräch mit den betroffenen Grundeigentümern zu suchen. "Eine solche Politik hinter dem Rücken der Bevölkerung ist absolut unverständlich. Kein Grundeigentümer wehrt sich gegen vernünftigen Naturschutz. Dieser muss aber als Vertragsnaturschutz und nicht als Verbotsnaturschutz gestaltet werden. Und eines muss klar sein: Wer mutwillig zusätzliche Aufgaben erfindet, muss auch zusätzliches Geld für die Abgeltung dieser Leistungen zur Verfügung stellen", so der Obmann.

Bei den Diskussionsteilnehmern - darunter Vertreter des Lebensministeriums ebenso wie der Leiter der Rechtsabteilung der Bundesforste, Stefan Danczul, der Geschäftsführer von Birdlife, Gerald Pfiffinger - herrschte Einigkeit darüber, dass der Dialog mit den Betroffenen von Entscheidungen über Grund und Boden die einzige Möglichkeit ist, Konflikte zu verhindern.

Gegen Kernöl-Kombinate

Kritik übte Grillitsch auch am steirischen KPÖ-Chef Ernest Kaltenegger. Dieser erweise sich nämlich in der Diskussion über privates Eigentum immer mehr als Wolf im Schafspelz. Anders sei sein Wunsch nach Vergesellschaftung von Grund und Boden nicht zu erklären. "Wir stehen jedenfalls nicht für Kernöl-Kombinate und Kürbis-Kolchosen auf steirischem Grund und Boden zur Verfügung", stellte der Obmann von Forum Land klar.
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