Kukacka: Anstieg der Zahl der Verkehrstoten auf unseren Autobahnen spricht gegen eine Erhöhung des Tempolimit

Tempolimits nicht "zerfleddern"

Wien, 19.09.2006 (OTS) - "Der positive Trend bei der Halbjahresunfallbilanz 2006 macht zwar Hoffnung dass das Ziel der Bundesregierung nämlich die Halbierung der Zahl der Getöteten bis 2010 erreicht werden kann. Alleine der Anstieg der Anzahl der Verkehrstoten auf der Autobahn auf heuer 40 Opfer gegenüber 30 Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2005 gibt aber Anlass zur Besorgnis", so der Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka heute. Trotz verbesserter Baustellensicherheit und immer besseren Ausbaus der Autobahnen, verstarben im Halbjahresvergleich (um 33%) mehr Menschen auf der Autobahn. Der Anteil der Autobahnunfälle am Unfallgeschehen stieg im 1. Halbjahr 2006 auf 5,9% (5,8% im 1. Halbjahr 2005), jener der Verkehrstoten jedoch auf 14,4% (9,1% im 1. Halbjahr 2005).

"Es zeigt diese Zahl vor allem, dass es keine überzeugenden Argumente gibt, die Höchstgeschwindigkeiten auf den Autobahnen zu erhöhen, sondern dass wir bei den bisher geltenden Tempolimits von 130 km/h bleiben sollten", so Kukacka.

Die vorliegenden Halbjahreszahlen liefern jedenfalls keinen Anlass zu einer Änderung der Tempolimits. "Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 130km/h auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen hat sich bewährt und stößt bei den Autofahrern auf hohe Akzeptanz", sagte Kukacka. Eine entsprechende Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit untermauert dies. Sie ergab zum Beispiel, dass 85 Prozent der Autofahrer nie schneller als 135km/h fahren.

Die derzeit gleichmäßige und flächendeckend festgesetzte 130km/h-Geschwindigkeit sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern mache den Verkehrsweg Autobahn auch sicherer. "Denn ständig wechselnde Geschwindigkeiten auf Autobahnen bringen auch eine erhöhte Gefährdung", schloss Kukacka.

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