Klement und Trattnig: ÖVP-Bauernbund feiert falschen Geburtstag

Wahrhaftigkeit anstelle von Geschichtsfälschung!

Klagenfurt (OTS) - "Es ist doch eine unglaubliche Anmaßung und Fälschung der Geschichte, daß der ÖVP-Bauernbund in Grafenstein seine angeblich 120 Jahre lange Geschichte in Bezugnahme auf den "Kärntner Bauernbund" feiert", stellten die beiden FPÖ-Politiker Dipl.-Ing. Karlheinz Klement und LT-Präs. a.D. Kriemhild Trattnig in einer Aussendung fest.
"Der am 2. März 1886 in St. Peter bei Grafenstein gegründete "Kärntner Bauernbund" war vom Programm und den Personen her eine national-liberale, antiklerikale politische Interessensvertretung sowohl der Bauern und Kleingewerbetreibenden als auch der gesamten, damals sehr zahlreichen, ländlichen Bevölkerung, welche bei Wahlen sehr erfolgreich und eindeutig gegen die damals einfußreichen christlich-sozialen, klerikalen Kräfte orientiert war.

"Die christlich-sozialen Bauernbünde wurden als Teilorganisationen der christlich-sozialen Partei viel später, nämlich 1904 in Tirol, 1906 in Niederösterreich und noch später erst in Kärnten gegründet, was unter anderem beweist, daß die am 2. März 1886 gegründete politische Bewegung geistig-ideologisch schon gar nichts mit dem derzeit existierenden christlich-sozialen Kärntner Bauernbund, einer Teilorganisation der ÖVP zu tun hat", präzisiert Trattnig.
"Den ÖVP-Verantwortlichen werde nun dringend empfohlen, die Kärntner Geschichte zu lernen, um dem Lande in Zukunft solche Peinlichkeiten zu ersparen. Genauso peinlich war bei dieser ÖVP-Jubelveranstaltung auch die Anbiederung Jörg Haiders an die ÖVP." sagte Klement.
Und Klement weiter: "Hat Haider vergessen, was er im Jahre 1986 in den Kärntner Nachrichten anläßlich der 100-Jahr-Feier des Kärntner Bauernbundes abdrucken ließ? Zur Erinnerung hier ein Auszug aus Haiders Rede: "Im krassen Gegensatz zu den Ideologien der sozialdemokratischen Klassenkämpfer sowie der christlich sozialen, klerikalen, ständisch ausgerichteten Bewegung verfolgte das nationalfreiheitliche Lager von Anbeginn die Idee der Gemeinschaft. Es war vor 100 Jahren das Ziel des nationalliberalen Lagers, die Politik im Lande zu verändern."
"Schüssel und Haider erwiesen sich wieder einmal als Personen, die es mit der Wahrheit nicht sonderlich genau nehmen", schlossen Trattnig und Klement.

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