ÖAMTC: September ist einer der gefährlichsten Monate für Motorradfahrer

So ist man mit dem "Bike" bei Herbst-Ausfahrten sicher unterwegs

Wien (OTS) - Die letzten Ausfahrten mit dem Motorrad vor der Winterpause genießt man besonders. Allerdings lauern im Herbst auf die motorisierten Einspurigen besondere Gefahren wie feuchtes Laub oder Wildwechsel. Im Vorjahr zählte der September zu den unfallträchtigsten Monaten für Biker. "Für die Mehrzahl der Motorradunfälle sind zu hohe Geschwindigkeit, mangelnde Fahrzeugbeherrschung, sowie Übermüdung und Unkonzentriertheit verantwortlich", erklärt ÖAMTC-Motorrad-Chef-Instruktor Georg Scheiblauer.

Der kleinste Fahrfehler kann fatale Konsequenzen haben. Deshalb ist eine besonnene und vorausschauende Fahrweise besonders gefragt. Trainieren kann man das im Zuge eines ÖAMTC-Fahrsicherheitstrainings.

ÖAMTC-Tipps, worauf man bei Ausfahrten im Herbst besonders achten muss

* Vorausschauendes Fahren vermeidet Risikosituationen: Je früher gefährliche Situationen erkannt werden, desto mehr Zeit bleibt für die richtige Reaktion. "Immer mit Reserven unterwegs sein, nie am Limit fahren", rät der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte. "Man darf sich von schwierigen Fahrsituationen nicht überraschen lassen."

* Sich der Gefahrenquellen bewusst sein: Im Herbst sorgen sowohl nasses Laub und Fallobst als auch Schmutz von Feldern für gefährliche Glätte auf den Straßen - das bedeutet Sturzgefahr für Motorradfahrer. Deshalb muss man die Geschwindigkeit den Gegebenheiten entsprechend anpassen und größeren Abstand zum Vordermann halten. Bei unklaren Straßenverhältnissen gilt die Faustregel: "30 Prozent weniger Tempo, Schräglage und Bremsintensität", erklärt der Club-Experte.

* Auf veränderten Grip reagieren: Kühlere Temperaturen beeinträchtigen die Griffigkeit der Reifen. "Nur bei richtiger Betriebstemperatur bieten die Pneus optimalen Grip", so Scheiblauer. Im Herbst dauert das länger, deshalb Ausfahrten bewusst "ruhig" angehen. Außerdem benötigt der Motor eine längere Warmlaufphase, in der man ihn schonen sollte.

* Die richtige Kleidung überstreifen: Kühle Außentemperaturen am Morgen und Abend können bei falscher Bekleidung die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Große Temperaturunterschiede erfordern eine darauf abgestimmte Bekleidung. Am besten mehrere Schichten übereinander anziehen. Wem trotzdem kalt wird, der kann sich in Fahrpausen mit Bewegung wieder aufwärmen.

* Sehen und gesehen werden: Im Herbst wird es rascher finster. Helle Farbapplikationen und Reflex-Materialien auf der Kleidung erhöhen die Chance, von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden.

* Den Durchblick behalten: Mit einem zerkratzten oder schmutzigen Visier ist man bei tiefstehender Sonne im Blindflug unterwegs.

* Konzentriert bleiben: 20 Prozent aller Motorradunfälle passieren zwischen 16 und 18 Uhr, wenn die Konzentration nachlässt. Müdigkeit und verlangsamte Reaktionsfähigkeit sind oft die Folge eines im Herbst häufigen Wetterumschwungs. "Deshalb oft Pausen einlegen", so der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte.

"Das Gebot der Stunde ist eine defensive Fahrweise", sagt Scheiblauer abschließend. Motorräder haben schließlich keine Knautschzone. Die Beherrschung des Motorrades auch in Extremsituationen kann man bei einem Fahrtechnik- und Sicherheitstraining des ÖAMTC üben. Informationen und Anmeldung auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit.

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