Neue Jugend-Broschüren zu Alkohol, Cannabis und Psyche

Drei neue pocketinfos für Jugendliche rund um das Thema Sucht

Wien (OTS) - Wann ist Alkohol schädlich? Welche Auswirkungen haben Gras und Dope auf den Körper? Und was macht eigentlich ein Psychiater? Rund um die Themen Alkohol, Cannabis und professionelle Hilfe bei psychischen Probleme gibt’s viele Fragen und Vorstellungen, die Verunsicherung hervorrufen. Um Jugendlichen den Umgang mit diesen Themen zu erleichtern, haben die wienXtra-jugendinfo und das Institut für Suchtprävention der Sucht und Drogenkoordination Wien drei neue pocketinfos: Alkohol, Cannabis und Psyche herausgebracht. In den handlichen Broschüren finden Interessierte viele Informationen, jede Menge hilfreiche Links sowie einen spannenden Selbsttest, mit dem der eigene Umgang mit Alkohol erforscht werden kann.****

Alkohol - Kult oder Krise?

Alkohol ist in Österreich ein weit verbreitetes Genussmittel -gerade auch unter Jugendlichen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen vom Wunsch nach Entspannung über Erhöhung der Kontaktfreudigkeit bis zu Krisenbewältigung oder bereits ausgeprägtem Suchtverhalten. Die neue pocketinfo "Alkohol" hilft Jugendlichen dabei, ihren persönlichen Umgang mit Alkohol zu hinterfragen und das eigene Verhalten sowie die Wirkung von Alkohol besser einschätzen zu können. Die gut recherchierte Broschüre beantwortet Fragen wie: Wie viel Alkohol ist schädlich? Wie wirkt Alkohol? Was passiert, wenn ich die Rettung rufe? Wie werde ich wieder nüchtern? Außerdem enthält die Broschüre konkrete Anleitungen für das Verhalten bei Notfällen wie Alkoholvergiftung oder Kreislaufkollaps und hilfreiche Tipps bei Kater oder Verhaltensregeln bei Black-out. Der praktische Ratgeber unterstützt aber auch bei der Suche nach Institutionen und Einrichtungen, die bei Problemen Hilfe leisten können. Egal
ob als Betroffene/r, Angehörige/r oder FreundIn - in Wien stehen Rat Suchenden viele Türen offen. Für alle, die lieber selbst recherchieren, gibt’s weiterführende Links zu Infos im Internet.

Cannabis - ein Teufelszeug?

Um Cannabis ranken sich viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Dabei reichen die Einschätzungen der vor allem in Form von Haschisch und Marihuana konsumierten Hanfpflanze, von horizonterweiternd über harmlos bis zu krankmachend und suchtfördernd. Die neue pocketinfo bietet sachliche Informationen zur Substanz, Risiken, gesetzlichen Bestimmungen u.v.m.

Die Broschüre setzt sich intensiv mit der Wirkung von Cannabis auseinander und beschäftigt sich sowohl mit kurz- und langfristigen Auswirkungen von Cannabis-Konsum als auch mit Wirkdauer, Missbrauch und Abhängigkeit. Durch prägnante Erklärungen und Fragen zur Selbsteinschätzung beschreibt die Broschüre eine risikobewusste Haltung gegenüber dem Cannabiskonsum und die rechtlichen Konsequenzen. Außerdem bietet dieses Druckwerk Hilfestellung bei akuten Problemen und Infos zu den Anlauf- und Beratungsstellen für Jugendliche, die in Wien zur Verfügung stehen.

Hilfe von außen - Stärke oder Schwäche?

Probleme und Krisen - z.B. in Beziehung, Schule, Familie oder Beruf - alleine zu bewältigen, kann manchmal schwierig sein. Die Bereitschaft, sich professionelle Hilfe zu holen, scheitert dabei oft an zu hohen Hemmschwellen, vorgefassten Meinungen wie "Wer einen Psychiater braucht, ist ein Loser" oder einfach einem Informationsmangel. Ziel der pocketinfo Psyche ist es, Vorurteile in diesem Bereich abzubauen und Beratungs-Angebote aufzuzeigen, die Jugendliche einfach, kostenlos und anonym nutzen können.
Dabei reicht die breite Palette von Soforthilfe der Psychosozialen Dienste Wien, Telefonberatung wie z.B. Rat auf Draht, über Internet-Initiativen wie die Talkbox der MAG 11 oder das rat&hilfe Forum der jugendinfo bis hin zu Ambulanzen und Kriseninterventionszentren für akute Notfälle.

Psychologisch, psychosozial, psychotherapeutisch, psychiatrisch - das Booklet Psyche bringt Klarheit in den Begriffsdschungel und präsentiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten, die Jugendlichen offen stehen. Zusätzlich helfen detaillierte Beschreibungen Hilfe Suchenden dabei, die für ihre Situation passenden Anlaufstellen zu finden und erste Schritte zu setzen. Die Broschüre liefert außerdem Infos zu Selbsthilfegruppen und speziellen Beratungsstellen für z.B. Angehörige, MigrantInnen oder Kinder.

Alle drei pocketinfos gibt's gratis in der wienXtra-jugendinfo in der Babenbergerstraße 1 oder unter http://www.jugendinfowien.at/ als pdfs zum Runterladen! Auch im ISP können die pocketinfos bestellt werden: einfach ein Mail an isp@sd-wien.at senden. (Stückzahl begrenzt auf 20 Stück).

o wienXtra-jugendinfo
1., Babenbergerstraße 1 (U2-Station MuseumsQuartier) Öffnungszeiten: Mo bis Sa, 12 bis 19 Uhr
Tel.: 1799
E-Mail: jugendinfowien@wienXtra.at
http://www.jugendinfowien.at
o Institut für Suchtprävention (ISP)
Guglgasse 7-9/3.Stock
1030 Wien
Tel.: 4000 667715
E-Mail: isp@sd-wien.at
Web: http://www.drogenhilfe.at

(Schluss) kl/koh

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gerhard Klein
Sucht- und Drogenkoordination Wien
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 4000 87376
gerhard.klein@sd-wien.at
Sonja Kohlreiter
wienXtra-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 4000 - 84 303
sonja.kohlreiter@wienXtra.at

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