13. Österreichischer Biomassetag: "Zukunft Biomasse"

Energieversorgung, Biomasse-Potenzial, Biomasse-Technologie

Wien (OTS) - "Die Biomasse-Bewegung steht an einem Wendepunkt",
ist Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, überzeugt. "Bis jetzt haben wir Jahrzehnte lang mühevolle Überzeugungsarbeit leisten müssen und waren dennoch am Markt immer die Exoten. Seit diesem Jahr ist die Nachfrage nach Biomasse als Energieträger erstmals dem Angebot gleich gezogen, in einigen Bereichen hat sie das Rohstoffangebot sogar überholt." Auf der anderen Seite ist die Entwicklung neuer und verbesserter Biomasse-Technologien im vollen Gange, Österreich ist dabei in vielen Bereichen weltweit marktführend. Zentrales Thema des 13. Österreichischen Biomassetags wird daher die Rohstoffversorgung und der neueste Stand der Technik sein. Es bedarf einer gezielten Energiepolitik, um in beiden Bereichen eine nachhaltige Entwicklung zu sichern: Aktivierung des Biomasse-Potenzials und Gewährleistung des technologischen Fortschritts.

Biomassepolitik

"Das Programm für den 13. Österreichischen Biomassetag von 6. bis 8. November in Tulln steht. Wir tragen mit unserer Veranstaltung der aktuellen Entwicklung Rechnung", so Scheiber weiter. "In drei großen Vortragsblöcken werden die Themen Biomassepolitik, Rohstoffversorgung und Innovationen in der Biomasse-Technologie behandelt." Keynote-Speaker der Veranstaltung wird der Schweizer Nationalrat Rudolf Rechsteiner, namhafter Buchautor, Mitglied der Energiekommission des Schweizer Parlaments, Vorsitzender einiger Anti-Atomkraft-Bewegungen und selbst Präsident einer Energiegenossenschaft, sein. Der "politische Block" wird durch Karl Kellner eingeleitet, Vertreter der Europäischen Generaldirektion für Energie und Verkehr, der zu den Europäischen Initiativen zur Forcierung der Bioenergie sprechen wird. Neben den Konzepten zur Mobilisierung des Rohstoffpotenzials in der Forst- aber auch in der Landwirtschaft stehen dann in diesem Teil auch noch aktuelle Themen an: Das neue Ökostromgesetz, die Zukunft der Biotreibstoffe und die Erneuerbaren als Wirtschaftsmotor mit Stefan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich.

Rohstoffversorgung

Österreich hat ein großes Potenzial an nachwachsenden Rohstoffen. Die Aktivierung dieses heimischen Schatzes muss in einer gemeinsamen Anstrengung von Politik, Interessensvertretungen und Wirtschaft zügig angegangen werden. Neben der Ausweitung der forstwirtschaftlichen Produktion müssen aber zunehmend auch landwirtschaftliche Flächen in die Energieproduktion eingebunden werden. Energiehölzer und andere Energiepflanzen werden ein neues Standbein sowohl für die Landwirtschaft als auch für eine zukünftige nachhaltige, heimische Energieversorgung darstellen.

Innovationen in der Biomassetechnologie

Der Spezialworkshop am dritten Veranstaltungstag präsentiert den neusten Stand der Technik. Der Bogen spannt sich von Stromerzeugung im Einfamilienhaus über Brennstoffzellentechnik bis hin zu Biogas als Treibstoff. Natürlich werden wichtige Themen wie Energiekornverbrennung oder Feinstaub nicht fehlen. Im Rahmen der Tagung werden weiters drei Exkursionen zu Biomasse-Vorzeigeprojekten in Niederösterreich angeboten.

Online-Anmeldung

Das detaillierte Programm sowie alle weiteren Informationen zum 13. Österreichischen Biomassetag finden Sie unter
http://www.biomasseverband.at/biomasse?cid=22213. Dort besteht
ebenfalls die Möglichkeit, sich online bequem und schnell für die Veranstaltung anzumelden. Das Programmheft kann auf unserer Webseite herunter geladen oder auch gerne in gedruckter Form kostenlos bestellt werden. Scheiber resümiert: "Wir brauchen dringend ein koordiniertes Vorgehen in Richtung Mobilisierung der Holzreserven, Erschließung des landwirtschaftlichen Potenzials für die Energiebereitstellung und Förderung der Forschung und Entwicklung. Der 13. Österreichische Biomassetag soll dazu einen maßgeblichen Impuls liefern."

13. Österreichischer Biomassetag - Zukunft Biomasse
6. bis 8. November 2006, Stadtsaal Tulln

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DI Stephan Grausam
Österreichischer Biomasse-Verband
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