Bartenstein: "Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften ist Schlüssel für erfolgreiche Standortpolitik"

WKW-Präsidentin Jank fordert weitere Entlastungen für KMUs

Wien (OTS) - "Die Verfügbarkeit von qualifizierten und motivierten Arbeitskräften ist der Schlüssel für die künftige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien und eine erfolgreiche Standortpolitik", erklärte heute, Donnerstag, Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein beim ersten Wiener Wirtschaftsgespräch, zu dem die Wirtschaftskammer Wien geladen hatte.****

Als Erfolg bezeichnete WKW-Präsidentin Jank den Blum-Bonus. Bundesweit würden heuer 7 Prozent mehr Lehrlinge ausgebildet, in Wien seien es sogar 12 Prozent, erklärte Jank. Mit einem so großen Erfolg hätte er nicht gerechnet, so der Wirtschaftsminister: "Wir sind zuerst von 3.000 zusätzlichen Lehrstellen ausgegangen, jetzt sind es rd. 16.000. Ein schöner Erfolg, der auf das Engagement der ausbildenden Betriebe zurückzuführen ist", erklärte Bartenstein. Der Bundesminister bedankte sich bei jenen Unternehmerinnen und Unternehmern, die erkannt haben, dass die Investition in die Fachkräfte von morgen die Zukunft des Wirtschaftsstandortes sichert.

Dem Wunsch nach konsequenter Entlastung von Klein- und Mittelbetrieben stehe er offen gegenüber, so Bartenstein und verwies in diesem Zusammenhang auf die nächste Steuerreform, die frühestens 2008 realisierbar sei. Diese werde rund ein Prozent des BIP, also an die 3 Milliarden Euro, ausmachen, die Hälfte davon solle den Unternehmerinnen und Unternehmern zu Gute kommen. Jank forderte die Einführung eines steuerlich begünstigten Jahressechstels für Unternehmer sowie die ersatzlose Streichung einer ganzen Reihe von Bagatellsteuern und nannte explizit die Werbeabgabe und die Erbschafts- und Schenkungssteuer, die insbesondere Betriebsübergaben billiger mache. "Für Wien ist das ganz besonders wichtig, hier werden in den nächsten zehn Jahren 12.000 Betriebe übergeben", so Jank.

Mehr soziale Absicherung für Ein-Personen-Unternehmen - die mittlerweile die Hälfte der Wiener Betriebe ausmachen - sei ebenfalls eine wichtige Forderung, betonte Jank. "Die 42.000 Wiener EPU erbringen unter höchstem persönlichem Einsatz und mit vollem Risiko tagtäglich Höchstleistungen. Bei allem Respekt für den Wunsch nach unternehmerischer Freiheit - ein Mindestmaß an sozialer Absicherung, wie etwa eine Arbeitslosenversicherung auf freiwilliger Basis, sollte möglich sein."

"Ich weiß nicht, wer sich von Ihnen noch daran erinnern kann, wann Europas Wirtschaft zuletzt stärker gewachsen ist als die US-amerikanische - aber der muss ein gutes Gedächtnis haben", so Bartenstein. Im vergangenen zweiten Quartal 2006 sei dies so gewesen. Diese positive ökonomische Entwicklung gelte es nun mit den richtigen Rahmenbedingungen zu unterstützen. Wien konnte in der zweiten Jahreshälfte 2005 sogar ein Wirtschaftswachstum über dem Bundesdurchschnitt verzeichnen. "Insgesamt siedelten sich im Vorjahr mit 230 ausländischen Unternehmen um 5 Prozent mehr an als 2004, bei den Neugründungen wurde mit 8.686 ebenfalls ein neuer Rekordwert verzeichnet", schloss Jank.

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