Offener GÖD-Brief: Holzer und Korecky weisen Aussagen zurück

Koll. Feiner will im Wahlkampffieber politisches Kleingeld wechseln

Wien (GÖD/ÖGB) - Zu dem offenen Brief an ÖGB-Finanzchef Clemens Schneider stellen die beiden stellvertretenden GÖD-Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Richard Holzer und Peter Korecky fest, dass die von Koll. Feiner angeführten Aussagen in keiner Weise nachvollzogen werden können. Sowohl Holzer als auch Korecky erklären, dass der Finanzchef im Gespräch mit dem Präsidium der GÖD nie erklärt hat, dass die Bilanz des ÖGB für das Jahr 2005 fertig sei. "Es ist sehr bedauerlich, dass vom GÖD-Vorstand dieser offene Brief ausgesandt wurde", betonen die beiden stellvertretenden GÖD-Vorsitzenden. Hier wird aus wahltaktischen Gründen politisches Kleingeld gewechselt und das auf dem Rücken der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und ihrer Mitglieder, so die beiden GÖD-Gewerkschafter.++++

Wenn Koll. Feiner sich in seiner eigenen Organisation - gemeint ist die GÖD - erkundigt hätte, dann hätte man sich diesen offenen Brief ersparen können, erklären Holzer und Korecky unisono. Finanzchef Schneider habe am 21. August nie erklärt, dass die Bilanz fertig sei. Dafür gibt es mehrer Gründe: Erstens wurden vorübergehend Unterlagen einschließlich Computer beschlagnahmt, sodass es zu verständlichen Verzögerungen bei der AVB-Bilanz kam, die wiederum Voraussetzung für die Erstellung der ÖGB-Bilanz ist. Und zweitens, so Holzer und Korecky, kann keine ÖGB-Bilanz erstellt werden, wenn Bilanzen von Teilgewerkschaften - und dazu zählt die GÖD - nicht fertig sind.

GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer und Koll. Feiner wissen sehr genau, dass die ÖGB-Bilanz erst dann fertig ist, wenn sie durch den Wirtschaftsprüfer testiert ist, was bisher nicht der Fall ist. Danach muss die Bilanz den gewerkschaftlichen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden und erst dann kann sie der Öffentlichkeit präsentiert werden. Hätte Koll. Feiner innerhalb der GÖD den Sachverhalt geklärt, wäre der offene Brief nicht notwendig gewesen. "So entsteht nun der Eindruck, dass im Wahlkampffieber auf dem Rücken der GÖD und ihrer Mitglieder politisches Kleingeld gewechselt wird", erklären Holzer und Korecky abschließend. (ew)

ÖGB, 14. September
2006
Nr. 603

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