Rauch-Kallat: Umfassendes Trauma-Management durch Sonderfach Unfallchirurgie

Der österreichische Weg hat sich bewährt, sagt Gesundheitsministerin bei Besuch im Wiener Lorenz-Böhler-Krankenhaus

Wien (OTS) - Bei einem Besuch im Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus
in Wien bekräftigte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) am Donnerstag ihre Unterstützung für das Sonderfach Unfallchirurgie in Österreich. In einer Diskussion mit Mitgliedern der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU) meinte die Ministerin: "Die neue Ausbildungsordnung, die mit 1.2.2007 in Kraft treten wird, sieht weiter ein eigenständiges Sonderfach zur Versorgung der Patienten im Sinne eines umfassenden Trauma-Managements durch Unfallchirurgen vor."

Rauch-Kallat lehnt somit klar das deutsche Modell ab, das eine Zusammenlegung von Orthopädie und Unfallchirurgie vorsieht. Rauch-Kallat: "Der österreichische Weg hat sich bewährt." ÖGU-Präsident Primar Prof. Dr. Harald Hertz meinte dazu: "Der Weg der österreichischen Unfallchirurgie wird von vielen ausländischen Kollegen als nachahmenswert empfunden, speziell die Kollegen aus den USA beginnen unser Konzept zu kopieren."

Während ihrer Diskussion mit den Unfallchirurgen betonte Rauch-Kallat, dass der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) weiter entwickelt werde. Sie lud die Fachgesellschaft für Unfallchirurgie ein, weiter daran mit zu arbeiten. Die Ministerin sagte zudem, dass sie ein vereintes Vorgehen von Orthopäden und Unfallchirurgen hin zu einer besser strukturierten Kooperation der beiden Fächer voll unterstütze.

Dr. Richard Maier vom Landesklinikum Thermenregion Baden erläuterte das Prinzip des niederösterreichischen Modells, das auf weitere Bundesländer ausgedehnt werden könnte: "Gemeinsam mit den orthopädischen Kollegen wurde ein Versorgungsplan entwickelt, der für beide Fächer Vorteile bietet."

Eine weitere Idee der ÖGU - nämlich die Einrichtung von Satelliten-Departments an kleineren unfallchirurgischen Standorten -begrüßte die Ministerin. ÖGU-Generalsekretär Dr. Richard Kdolsky (AKH Wien) zählte die Vorteile der Satelliten-Departments auf:
"Satelliten-Departments erhalten Arbeitsplätze und geben den Spitalserhaltern die nötige Flexibilität, um saisonale Schwankungen ausgleichen zu können."

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