Tancsits: Teilzeit von überwiegender Mehrheit gewünscht

Vollzeitbeschäftigung wächst - WIFO bestätigt erfreuliche Entwicklung

Wien, 14. September 2006 (ÖVP-PK) "Die Arbeiterkammer macht wiederholt Stimmung gegen Teilzeitbeschäftigte", so ÖVP-Sozialsprecher Mag. Walter Tancsits heute, Donnerstag. Er kritisierte die von der Arbeiterkammer präsentierte SORA-Befragung. Die Arbeiterkammer rechne auch jene, die in einigen Jahren wieder Vollzeit arbeiten wollen zur Gruppe jener, die derzeit lieber Vollzeit statt Teilzeit arbeiten wolle - "das ist absolut unseriös. Die AK wäre gut beraten, sich an den Daten des Mikrozensus der Statistik Austria zu orientieren", so der ÖVP-Sozialsprecher. Tancsits verwies darauf, dass insgesamt 91 Prozent der Teilzeitbeschäftigten diese auch wollen, weil sie etwa ihre Kinder oder Pflegebedürftige betreuen, eine Ausbildung machen oder schlicht nicht Vollzeit arbeiten wollen. "Durch Teilzeitarbeit kommen Menschen auf den Arbeitsmarkt, die sonst keiner Beschäftigung nachgehen würden. Insbesondere Frauen und Studierende arbeiten Teilzeit, weil sie mit ihrer Lebenssituation am besten vereinbar ist", so Tancsits. ****

Der starke Zuwachs der Beschäftigung von Männern zeigt laut WIFO, dass die Vollzeitbeschäftigung ausgeweitet werde. "Diesen erfreulichen Trend bestätigt das Wirtschaftsforschungsinstitut", so Tancsits. "Die Trendwende am Arbeitsmarkt hat sich verfestigt, die Beschäftigungszahlen wachsen und somit auch die Teilzeitstellen", so Tancsits weiter. Es zeige sich deutlich, dass - entgegen der Ausführungen der AK - die Zahl der Arbeitsplätze auch in typischen Vollzeitbranchen zunehme, beispielsweise in der Sachgüterproduktion und in der Bauwirtschaft. Tancsits verwies auch auf OECD-Daten, wonach die Zahl der Erwerbstätigen mit mehr als 35 Wochenstunden in den letzten Jahren angestiegen sei. "Das Arbeitsvolumen steigt", so Tancsits. Er bezog sich auch auf Daten des AMS, wonach es 2005 durchschnittlich 3.569 offene Teilzeitstellen gegeben habe, aber 28.526 arbeitslose Personen mit Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung, davon 27.203 Frauen - "diese Daten zeichnen ein anderes Bild, als die Schwarzmalereien der AK", so Tancsits. "Wenn Christoph Klein davon spricht, er wolle niemandem die Teilzeit madig machen, fängt er am besten heute damit an", so Tancsits abschließend.

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