Kärnten:Geballte Sicherheit konzentriert unter einem Dach

LH Haider, LR Rohr und LR Martinz bei der Eröffnung des "Haus der Sicherheit" - Vier Kärntner Freiwillige Feuerwehren erhielten neue Katastrophen-Einsatzfahrzeuge

Klagenfurt (LPD) - Am Areal des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes in Klagenfurt wurde heute, Donnerstag, das "Haus der Sicherheit" offiziell eröffnet. Darin sind ab nun neben dem Landesfeuerwehrverband, die Bergrettung, die Österreichische Wasserrettung, der Kärntner Zivilschutzverband und die Unterabteilung Sicherheitsangelegenheiten der Landesamtsdirektion stationiert. An der Eröffnung nahmen seitens des Landes Katastrophenschutzreferent LH Jörg Haider, Feuerwehrreferent LR Reinhart Rohr und LR Josef Martinz teil. Einhelliger Tenor aller Festredner: Die Konzentration der einzelnen Einsatzorganisationen unter einem Dach gewährleistet nicht nur eine bessere Zusammenarbeit, sondern führt auch zu einer Erleichterung und Verbesserung der Arbeit, da alle Einsätze von einem Punkt aus organisiert werden. Das Haus sei in Österreich einzigartig.

"Wer zu spät kommt den bestraft das Leben", nahm der Landeshauptmann Bezug auf die Hurrikan-Katastrophe von New Orleans im vergangen Jahr. "Die fehlende Koordination unter den Einsatzkräften hat in den USA zu diesem Unglück geführt", so Haider. Dies könne in Kärnten nicht passieren. "Durch die Konzentration der Einzelorganisationen unter einem Dach kann man in Kärnten ab nun in der Prävention, im Anlassfall und in der Nachbereitung schlagkräftiger agieren", sagte er. Das Haus sei ein Novum in Österreich. Die zahlreichen Synergieeffekte, wie die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und von Ausbildungsmöglichkeiten, würden zudem auch eine Kostenreduktion bringen. Reinhold Dörflinger (Unterabteilung Sicherheitsangelegenheiten) verlieh er das Bestellungsdekret zum Unterabteilungsleiter.

"Der Retter eines Menschen ist größer, als der Bezwinger einer Stadt", zitierte Rohr Konfuzius. Menschen seien keine Maschinen und trotz bester Vorsichts- und Präventionsmaßnahmen werde man nie vor Unfällen, Naturkatastrophen und Terrorakten gefeit sein. "Niemand weiß, wann Unfälle passieren oder Katastrophen hereinbrechen", so Rohr. Der Feuerwehreferent zählte in diesem Zusammenhang unter anderem den Reaktorunfall von Tschernobyl, die Anschläge in New York, London und Berlin und das Bergwerksunglück von Lassing auf. Für Rohr sind Unfallverhütung und Katastrophenschutz, Aufklärung, Schulung und Prävention wichtige Faktoren im umfassenden Sicherheitsnetzwerk. "Im Notfall brauchen wir Einsatzkräfte, die schnell und koordiniert untereinander zusammenspielen. Mit dem Haus der Sicherheit wird ein sicherheitstechnischer Grundstein gelegt", so Rohr.

Martinz bedankte sich bei allen Einsatzkräften für ihre stete Einsatzbereitschaft. Sie seien Garant, dass Kärnten und Österreich ein sicheres Land seien. Vorbildhaft sei auch die Freiwilligkeit der Rettungsorganisationen. Sie sei in vielen Europäischen Staaten nicht selbstverständlich.

Für Landesamtsdirektor Reinhard Sladko ist das "Haus der Sicherheit" auch der Beweis, dass alle Einsatzorganisationen mit guten Kärntner Geist unter einem Dach arbeiten können.

Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik und die Vertreter der Einsatzorganisationen Reinhold Dörflinger (Bergrettung), Albert Maryodnig (Wasserrettung) und Sieghard Hasler (Kärntner Zivilschutzverband) dankten dem Land für die Unterstützung und Realisierung des Hauses. Das 1,3 Millionen Euro teure Haus wurde in einer Bauzeit von acht Monaten errichtet. Seitens des Landes gab es 310.000 Euro. Meschik nannte das Haus "einen wirkungsvollen Schutzschirm" für das Land.

Im Rahmen der Feier erhielten die Bürgermeister der Gemeinden Kirchbach/Gailtal (Christof Buchacher), Althofen (Manfred Mitterdorfer) und St. Andrä (Peter Stauber) bzw. der FF Sachsenburg von Haider, Rohr und Martinz die Schlüssel für ihre neuen Katastropheneinsatzfahrzeuge. An der Feier nahm seitens des Landes auch Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dieter Platzer teil.

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