FMK-Barmüller: Handykennzeichnung ist Scheininformation

SAR-Wert spiegelt theoretisches Maximum nicht die Realität

Wien (OTS) - Der SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) eines
Handys gibt an, wie viel elektromagnetische Energie (von Funkwellen) der Körper beim Telefonieren mit diesem Gerät maximal aufnimmt. Der gültige Grenzwert für die SAR beträgt 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe und gewährleistet, dass auch die örtliche Temperaturerhöhung beim Mobiltelefonieren in Teilen des Körpers geringer als 0,1 Grad ist. Das entspricht in etwa der Körpererwärmung beim Wandern oder Rad fahren. Alle im Handel erhältlichen Mobiltelefone erfüllen die gleichen EU-Sicherheitsrichtlinien für die Sendeleistung. Niedrige SAR-Werte bedeuten im praktischen Betrieb nicht automatisch weniger Energieaufnahme im Körper. Der tatsächliche SAR-Wert hängt stark von der Verbindungsqualität ab. Je näher das Mobiltelefon bei einer Mobilfunkstation ist, desto geringer ist die benötigte Sendeleistung und somit die Energieaufnahme. Der SAR-Wert ist schon jetzt in jeder Gebrauchsanweisung abgedruckt, und findet sich auf den Websites der Hersteller oder im Internet.

Der normgerecht ermittelte SAR-Wert wird bei der maximal möglichen Sendeleistung eines Handys gemessen. Mobiltelefone sind aber so konstruiert, dass sie die festgelegten Grenzwerte aufgrund der automatischen Leistungsregelung in Mobilfunknetzen deutlich unterschreiten: Das liegt an der Fähigkeit der Mobilfunknetze, die Leistung dynamisch dem jeweils erforderlichen Bedarf anzupassen. Auf diese Weise senden Mobiltelefone immer nur mit der tatsächlich notwendigen Leistung. Diese liegt im Durchschnitt weit unterhalb der maximal möglichen Sendeleistung. "Die Diskussion über SAR-Werte ist irreführend, weil die tatsächlich aufgenommene Energie nur im Verhältnis Handy und Basisstation bestimmt werden kann. Eine plakative Handy-Kennzeichnung wäre daher eine Scheininformation", sagt Mag. Thomas Barmüller, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation (FMK). Informationsbroschüren zu SAR-Werten in den Verkaufshops stoßen daher auch auf geringes Interesse der Kundinnen und Kunden.

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