Öllinger: ÖVP-Jobwunder gründet auf Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitjobs

Grüne fordern Mindestlohn, weil Menschen von ihrer Arbeit auch in Würde leben können müssen

Wien (OTS) - "Schlechtbezahlte Teilzeitjobs statt
existenzsichernder Vollzeitjobs, das steckt hinter dem angeblichen Jobwunder der Bundesregierung", kritisiert der stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger. "In den letzten Jahren wurden keine neuen Jobs geschaffen, sondern mit statistischen Tricks Kinderbetreuungsgeldbezieherinnen in die Beschäftigtenstatistik aufgenommen und Vollzeitjobs in Teilzeitjobs umgewandelt. Davon kann aber kein Mensch leben."

Es überrascht nicht, dass laut der heute veröffentlichten SORA-Umfrage mehr als jede/r zweite Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten will, dies aber nicht kann. Die Politik der Bundesregierung der letzten Jahre führte nämlich nicht zur Ausweitung qualitätsvoller Teilzeitbeschäftigung. Im Gegenteil: Anders als etwa in den Niederlanden ist Teilzeit in Österreich vor allem in schlecht entlohnten Branchen zu finden. Hier muss konsequent gegengesteuert werden, meint Öllinger: "So lange Unternehmen durch die Aufteilung von Vollzeit- auf Teilzeitbeschäftigung Kosten sparen können, wird das zu Lasten der Arbeitenden gehen. Teilzeit kann eine Chance sein. Aber auch Teilzeitjobs müssen existenzsichernde Löhne bieten."

Aus diesem Grund fordern die Grünen einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens Euro 7,- die Stunde. "Achtzehn von fünfundzwanzig EU-Ländern haben einen gesetzlichen Mindestlohn. Länder wie Frankreich und Großbritannien, die erst vor Kurzem Mindestlöhne eingeführt haben, haben damit gute Erfahrungen gemacht", so Öllinger. "In Österreich gibt es noch über 50 Kollektivverträge, die Löhne unter Euro 1000,- für Vollzeitarbeit vorsehen. Damit muss Schluss sein."

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