GPA zu ARC-Seibersdorf: Zweifelhafte Methoden bei Betriebsratswahl

Wundersame Vermehrung der Beschäftigtenzahl, um Wahl zu beeinflussen

Wien (GPA/ÖGB) - Mit zweifelhaften und demokratiepolitisch äußerst bedenklichen Methoden wurde am Dienstag bei einer Betriebsversammlung der ARC Research Centers GmbH (ARC Techgate) die Wahl eines Wahlvorstandes für die Betriebsratswahl beeinflusst. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) sieht darin eine für die demokratische Kultur des Landes gefährliche Entwicklung. ++++

Statt der bislang 12 Beschäftigten der ARC Research Centers GmbH (ARC Techgate) erschienen völlig überraschend 14 Personen zur Versammlung, darunter 9 Personen, die bislang nicht im Unternehmen angestellt waren und somit auch nicht wahlberechtigt gewesen wären. Diese wundersame Vermehrung der Wahlberechtigten sicherte dann auch die Wahl eines Wahlvorstandes im Sinne der Geschäftsführung und verhinderte die Wahl von Kommunikationschef Wolfgang Renner.

"Dieser Vorfall beweist einmal mehr das zweifelhafte Demokratieverständnis der Kräfte im Umkreis der FPÖ. Wenn solche Methoden bei demokratischen Prozessen Schule machen, dann muss man sich um die Zukunft der demokratischen Kultur in unserem Land ernsthaft Sorgen machen. Ob man mit solchen Methoden außerdem einem international renommierten Forschungsinstitut einen guten Dienst erweist, bleibt dahingestellt. Die GPA wird jedenfalls die Rechtmäßigkeit der Vorfälle genau prüfen", so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Wolfgang Katzian.

ÖGB, 14. September
2006
Nr. 602

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