Weltweit erste Demenzstation für blinde und sehbehinderte Menschen

ÖVP Wien bedankt sich bei den Initiatoren

Wien (OTS) - In Wien wird die weltweit erste Pflegestation für demente blinde und sehbehinderte Menschen eröffnet. Die österreichische Blindenwohlfahrt hat auf Initiative einer engagierten Schwester, Renate Hrdina, und ihres Direktors Konrad Widmann etwas geschafft, was für andere Blindenverbände weltweit zum Vorbild werden könnte.

ÖVP Wien Chef Stadtrat Johannes Hahn und LAbg. Wolfgang Gerstl, Bezirksparteiobmann der ÖVP Penzing, haben vorab das Pflegeheim der österreichischen Blindenwohlfahrt im 14. Bezirk besucht. Hahn: "Die unglaubliche Leistung der Initiatoren ist, eine maßgeschneiderte Station für blinde und sehbehinderte Menschen, die unter Demenz leiden, verwirklicht zu haben. Und das haben sie aus eigener Kraft geschafft."

Zunächst mussten die Räume im Sinne des Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetzes umgebaut und die erforderliche Infrastruktur geschaffen werden. In den Schlafräumen wurden spezielle Lampen installiert, da nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch schwerst sehbehinderte Menschen Schatten wahrnehmen können. Das ist gerade für Demenzpatienten wichtig, weil sie zumeist besonders schreckbar und sensibel sind und sich vor Schatten fürchten könnten.

Außerdem wurden wichtige Bereiche wie Lichtschalter, Toilettendeckel, Türschnallen etc. in dunkler Farbe lackiert, damit die Bewohner sie vom Rest des Raumes unterscheiden können. Das Raumkonzept sieht vor, dass der zentrale Gangbereich das gemeinsame Wohnzimmer sein soll, um das die Schlafräume gruppiert sind. Eine Küche, wo sich die Bewohner/innen kleine Speisen zubereiten können, dient als Beschäftigungstherapie. Künftig wird es auch Meerschweinchen zum Streicheln geben, da für demente blinde Menschen das haptische Erleben sehr wichtig ist.

Auf der Station wird auch mit akustischen Signalen und Gerüchen gearbeitet, um für die Demenzpatienten eine bessere Orientierung zu ermöglichen und sie an Bedürfnisse wie Trinken oder Essen zu erinnern. Gerstl: "Ich bin sehr stolz darauf, dass wir die weltweit erste Demenzstation für blinde und sehbehinderte Menschen in Penzing haben."

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