FPÖ: Pröll bezeichnet Bauernsterben als "verlangsamten Strukturwandel"

Hofer: ÖVP ist Globalisierungs-Handlanger übelster Sorte

Wien (OTS) - Josef Pröll zeigte in der gestrigen
TV-Konfrontationen mit HC Strache deutlich, mit welcher Abgehobenheit und Selbstherrlichkeit die ÖVP Österreich als schwarzen Besitzstand betrachtet.

Realitätsverweigernd versuchte Pröll, positive Auswirkungen der österreichischen EU-Mitgliedschaft auf die Landwirtschaft herbeizureden. Daß Österreich seit dem EU-Beitritt 1995 zigtausende Bauern verloren hat und weitere zehntausende landwirtschaftliche Betriebe ohne Nachfolger dastehen und deshalb von der baldigen Auflassung bedroht sind, tat der Neffe des niederösterreichischen Landeshauptmanns mit der hilflosen Phrase eines angeblich "verlangsamten Strukturwandels" ab.

Es gibt nicht einmal mehr zweihunderttausend Bauern in Österreich. Fast 80 Prozent können von ihrem Betrieb nicht mehr leben und sind im "Nebenerwerb" aktiv. FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer:
"Alleine in den ersten fünf Jahren nach dem von der ÖVP bei Landwirten so massiv beworbenen EU-Beitritts mußten 70.000 österreichische Bauern ihre Landwirtschaft aufgeben. Es ist ein Faktum: Die ÖVP agiert als Globalisierungs-Handlanger und Vollzugsgehilfe Brüssels. Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch an die neue Zuckermarktordnung."

Der Selbstversorgungsgrad Österreichs mit landwirtschaftlichen Produkten droht im Zuge des galoppierenden Bauernsterbens weiter abzunehmen. Mit den gewachsenen bäuerlichen Strukturen gehen auch Versorgungsqualität und -sicherheit, Sortenvielfalt und die bewährte Landschaftspflege verloren.

Europaweit schwinden landwirtschaftliche Arbeitsplätze im Sekundentakt. Wenn Josef Pröll also von seinen "Leistungen für Österreich und Europa" fabuliert, so ist das Realitätsverweigerung übelster Sorte, die einzig Globalisierungsprofiteuren das Wort redet.

Hofer: "Immer weniger und immer größere Großkonzerne schicken sich bereits an, das weltweite Nahrungsmittelmonopol an sich zu reißen. Die ersten Vorboten dieser stillen Markteroberung finden wir bereits in unseren Supermarktregalen. Jüngstes Beispiel sind die unerlaubten Beimengungen gentechnisch veränderter Inhaltsstoffe in als gentechnikfrei gekennzeichneten Reissorten."

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