Kranzl: OECD Studie bestätigt Kritik an derzeitiger Bildungspolitik

Entlarvendes Doppelspiel der ÖVP

St. Pölten, (SPI) - =

Die erstmals vorgelegte
Österreich-Kurzauswertung der neuen OECD-Studie liegt vor und stellt uns im Bildungsbereich ein verheerendes Zeugnis aus. " Als Beinahe-Schlusslicht in der Hochschulausbildung bezeichnet zu werden kann man nicht schönreden. Und dass hier der Wurm im Bildungssystem bereits früher beginnt ist auch allen bewusst", so SP Landesparteivorsitzendenstellvertreterin und Pflichtschullandesrätin Christa Kranzl zur neuerlich losgetretenen Bildungsdiskussion. "Immerhin wird der Grundstock für unseren weiteren Bildungs- und Lebensweg in erster Linie in unseren Pflichtschulen gelegt. Aber auch hier hat die Bildungspolitik der ÖVP völlig versagt", führt Kranzl weiter aus.****

Wie bereits in den Pressekonferenzen im Juni und August dokumentiert haben sich die schulischen Anforderungen an Kinder, PädagogInnen und Eltern sowie die strukturellen Rahmenbedingungen in den letzen 2 Jahrzehnten drastisch verändert. Allein in Niederösterreich wurden seit 1997 129 Schulen geschlossen, 569 Klassen zusammengelegt und 1380 Lehrerplanposten gestrichen. Alle bisherigen Verbesserungsvorschläge der SPÖ (u.a. verpflichtendes Vorschuljahr, verstärkter Einsatz von Sprach- und Stützlehrern, Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25, Schaffung einer ausreichenden Zahl von Ganztagsschulplätzen) wurden in den letzten Jahren abgeschmettert. Die Auswirkungen zeigen sich auch in anderen Bereichen. Wie nämlich die OECD-Studie weiters ausführt, werde Österreich Schwierigkeiten haben, den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften zu befriedigen. " Und für die gut 20% der 25-64jährigen, die "nur" über einen Pflichtschulabschluss verfügen, werden die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt deutlich schlechter. Daher ist auch ein Umdenken im Bereich der Weiterbildung unumgänglich", so Kranzl.

Erst vorgestern konnte man wiederum im Parlament eine heiße Bildungsdebatte verfolgen. "Das Ergebnis dieser ist entlarvend. Auch diesmal konnte sich die ÖVP nur dazu entschließen die Bundesregierung aufzufordern die Umsetzung diverser Maßnahmen in Angriff zu nehmen, anstelle konkrete Forderungen zu formulieren. In allen wesentlichen Punkten, wie Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen und Schulstartgeld sind etliche Abstimmungsmaßnahmen mit den Ländern zu treffen, was wiederum eine enorme Zeitverzögerung zur Folge hat. Ich kann daher in Hinblick auf die kommenden Wahlen zum Nationalrat nur allen Bürgern raten, hinter die vordergründige Politik der ÖVP, insbesondere auch im Bildungsbereich zu blicken, um daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen", erläutert Christa Kranzl abschließend.

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Alois Schroll
Pressereferent LR Christa Kranzl
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