PRÖLL: Start der "Nachhaltigen Wochen 2006" mit Rekordbeteiligung

Bewusstsein für nachhaltiges Konsumverhalten gemeinsam mit Handel fördern

Wien (OTS) - Heuer starten wir bereits zum dritten Mal die "Nachhaltigen Wochen", diesmal mit einer deutlich gewachsenen Plattform," freut sich Landwirtschaftsminister Josef Pröll. Lebensmittelhandel, Drogerien, Baumärkte, der Elektrohandel und 2006 auch erstmals Bäckereien weisen in einer gemeinsamen Aktion gezielt auf umweltschonende, regional erzeugte, fair gehandelte, energiesparende oder biologische Produkte hin. Von Mitte September bis Mitte Oktober werden 22 Handelsketten und selbständige Kaufleute mit rund 7.000 Filialen und Geschäften in Ihrer Werbung auf zukunftsweisende Produkte aufmerksam machen.

"Wir müssen den Konsumenten und Konsumentinnen klar machen, welche Macht sie beim Griff ins Regal haben. Vor den Einkaufsregalen haben letztlich wir Konsumenten und Konsumentinnen die Entscheidung in der Hand. "Bewusst kaufen. Besser leben." heißt sich und der Umwelt etwas Gutes tun. Um diese gemeinsame Botschaft zu verdeutlichen haben wir dafür mit allen Handelsketten zusammen die Marke, "Das bringt´s. Nachhaltig.", entwickelt. Sie wird von allen beteiligten Partnern in der Werbung eingesetzt," so Pröll.

"Damit wollen wir deutlich machen: Je mehr wir auf regionale heimische Produkte achten, desto geringer wird die Verkehrsbelastung durch lange Transporte. Gleichzeitig schaffen wir damit Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen. Landwirtschaft und Lebensmittelgewerbe sind bei uns traditionell gewachsen und - im Vergleich zu anderen Ländern - klein strukturiert. Die Nachfrage nach regionalen Produkten stärkt Wirtschaft und Nahversorgung. Sie bringt Arbeit, Einkommen und Lebensqualität zu den Menschen", so Landwirtschaftsminister Josef Pröll.

Eine Studie der Universität Linz hat ergeben: Wenn der Absatz von regionalen Produkten um 10% gesteigert wird, können rund 17.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Das würde einen Einkommenszuwachs von 1,5 Milliarden Euro für die Bevölkerung bedeuten. Je mehr Produkte aus fairem Handel gekauft werden, desto weniger werden Menschen in den so genannten Entwicklungsländern ausgebeutet. Wenn nur 10 Menschen in Österreich auf fair gehandelten Kaffee umsteigen, so kann davon eine ganze Familien in den Produktionsländern leben. Je mehr Bio-Lebensmittel konsumiert werden, desto stärker wird die naturnahe Landwirtschaft. In Österreich wirtschaften rund 20.000 Landwirtschaftsbetriebe nach der gesetzlichen Bio-Verordnung. Mit 15 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche ist Österreich Spitzenreiter in der EU.

Je mehr ökologisch geprüfte Baustoffe verwendet werden, umso gesünder wohnt man in den eigenen vier Wänden. Dabei können wir auf Rohstoffe wie Holz zurückgreifen, die in Österreich ausreichend vorhanden sind. Aufgrund von Mehrwegsystemen verkleinern sich die Abfallberge im Haushalt. Energie sparen schont nicht nur die eigene Brieftasche, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen in der Energieerzeugung und somit mehr Klimaschutz.

Insgesamt werden im Rahmen der Initiative einige Tausend Produkte beworben. Mit den 30 Millionen Stück Flugblättern der Handelsketten wird die Initiative fast alle Haushalte in Österreich erreichen. In den 7.000 Geschäften des Handels werden fast eine Million Stück an Informationsfoldern aufgelegt. Dazu kommen Deckenhänger, Plakate und Werbeeinschaltungen des Handels. Bei ausgewählten Produkten werden einige Handelsketten Hinweise auch direkt am Regal anbringen.

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