ÖAMTC: Die Schulbusfahrt muss für Kinder sicherer werden

Schließung der Gesetzeslücken ist notwendig

Wien (OTS) - "Obwohl es in den vergangenen Jahren verstärkt Sicherheitsbemühungen gegeben hat, ist die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg noch immer deutlich zu hoch", so ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Insgesamt verunglückten in den Jahren 2003 bis 2005 österreichweit 1.496 Schüler. Jedes zehnte Schulkind davon auf dem Schulweg im Bus.

Um die Zahl der verunglückten Schulkinder zu verringern, sind Politik und Eltern gleichermaßen gefordert. So ist etwa der Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz im Schulbus noch immer nicht gesetzlich festgelegt. Säumigkeit attestiert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer dem Gesetzgeber bei der Frage der Schulwegsicherheit. In Bussen mit mehr als acht Sitzplätzen, also sowohl in Reisebussen als auch in vielen sogenannten "Kleinbussen", gilt derzeit, dass drei Kinder unter 14 Jahren für zwei zählen und Kinder unter sechs Jahren gar nicht gezählt werden. Der Experte fordert daher für die kommende Legislaturperiode weitere Maßnahmen, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren:

  • Anspruch der Kinder auf einen eigenen Sitzplatz und Anschnallpflicht im Schulbus.
  • Eine verbesserte Aus- und Weiterbildung von Schulbusfahrern.
  • Verbesserungen im Haltestellenbereich: Wartehäuschen, Überdachung, beleuchtete Haltestellen und Möglichkeiten zum Hinsetzen sollten Standard sein.

ÖAMTC-Experten geben Tipps für den sicheren Schulweg mit dem Bus

Während der Gesetzgeber seine Hausaufgaben noch zu machen hat, können mit Unterstützung der Eltern auch Kinder und Jugendliche etwas zu ihrer Sicherheit beitragen:

  • Das größte Risiko birgt das Hingehen zur und Weggehen von der Haltestelle. Lieber einmal einen Bus verpassen, als blindlings über die Straße laufen. Die Eltern sollten mit dem Kind besprechen, was zu tun ist, wenn es den Bus einmal versäumt hat.
  • Während der Wartezeit in der Haltestelle: nicht Herumlaufen, Schubsen und Raufen oder gar auf der Straße nach dem Bus Ausschau halten.
  • Wenn der Bus in die Haltestelle einfährt, Abstand zum Randstein und zu den Türen halten. Erst wenn das Fahrzeug steht, näher kommen und nacheinander einsteigen.
  • Beim Ein- und Aussteigen darauf achten, dass keine Schnüre und Riemen von der Jacke oder der Schultasche in der Tür hängen bleiben.
  • Wer keinen Sitzplatz mehr vorfindet, soll sich eine Stelle suchen, an der man sich gut festhalten kann.
  • Beim Aussteigen in der Bushaltestelle warten, bis der Bus abgefahren ist. Die Straße nach Möglichkeit bei Ampeln oder Zebrastreifen überqueren.

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