Bundesforste machen mobil für Biomasse

Neue Jobs für Forstfachleute zur Ausschöpfung von Biomasse-Reserven

Wien, 14. September 2006 (OTS) - Angesichts von Ölpreis-Hoch und Rohstoffknappheit liegt in der optimalen Nutzung nachwachsender Energieträger eine große Chance für Österreichs Energie-Zukunft. Für die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ist die Verwertung von Waldbiomasse ein Unternehmensschwerpunkt, der jetzt noch deutlich ausgebaut wird. Um für die optimale Mobilisierung der vorhandenen Biomasse-Reserven zu sorgen, werden jetzt zusätzliche Forstfachleute angestellt. Grundlage für dieses Projekt ist eine Studie des Bundesamts für Wald, die vor allem bei bisher ungenutzten Holzresten großes Potenzial ortet.

Die Mobilisierung nachwachsender Energieträger, allen voran Holz, wird in Österreich zunehmend zum wirtschaftlichen Thema. Als Leitbetrieb der Forstbranche setzen die Bundesforste seit einigen Jahren einen Schwerpunkt auf die Energiegewinnung aus Biomasse. Dabei ist das Unternehmen in einer doppelten Rolle aktiv: einerseits als Rohstoff-Lieferant und andererseits durch Beteiligungen an Biomasse-Kraftwerken zur Erzeugung von Wärme und Strom wie zum Beispiel bei Europas größtem Waldbiomasse-Kraftwerk Wien-Simmering.

- Reserven optimal nutzen -
Neben dem intensiveren Zugriff auf bisher brachliegenden Holzreserven wird es in Zukunft auch um eine möglichst umfassende Nutzung des Rohstoffs Holz gehen: Laut einer im Auftrag der Bundesforste vom Bundesamt für Wald vorgelegten Studie liegt in bisher ungenutzter Biomasse aus Holzernte-Resten wie Wipfeln oder Ästen großes Potenzial für die Energiegewinnung. Denn der Waldboden benötigt längst nicht alles, was von der Holzernte übrig bleibt, wie Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher erklärt. "Bisher haben wir uns vor allem darauf konzentriert, Holz in bester Qualität zu ernten, um damit die Industrie zu versorgen. Daneben bleibt aber genug Biomasse übrig, die für die Energiegewinnung verwertbar ist."

Um Österreichs Versorgung mit erneuerbarer Energie nachhaltig zu sichern, wollen die Bundesforste diese Biomasse-Reserve in Zukunft optimal ausschöpfen - und das österreichweit. In allen 12 ÖBf-Forstbetrieben - vom Wienerwald bis zum Arlberg- wird dafür je eine zusätzliche Stelle geschaffen. "Wir bieten damit jungen, gut ausgebildeten Fachleuten eine tolle Chance in einem der spannendsten und zukunftsträchtigsten Bereiche der Forstwirtschaft", so Georg Erlacher. Die Assessments zur Auswahl der 12 Biomasse-Experten laufen in Kürze an. Bereits im Herbst sollen die jungen Forstfachleute ihre Arbeit bei den Bundesforsten aufnehmen.

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Österreichische Bundesforste AG
Bernhard Schragl
Tel: 02231/600-215
E-Mail: bernhard.schragl@bundesforste.at

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