Daten der 52-wöchigen Phase III-Studie mit Sitagliptin zeigen dieselbe Wirksamkeit für Glukosesenkung wie Glipizid (ein Sulfonylharnstoff) mit bedeutenden Unterschieden bei Gewichtsveränderung und Hypoglykämie

Kopenhagen, Dänemark (ots/PRNewswire) - - Nur zur Verteilung an Journalisten ausserhalb der USA

- Sitagliptin zeigt bei Hinzufügung zum Regimen von Patienten mit Typ 2 Diabetes mit unzureichender Kontrolle bei Metformin-Monotherapie nach 52 Wochen eine vergleichbare Wirksamkeit für Glukosesenkung wie Glipizid

- Bei Patienten mit höheren HbA1c-Baseline-Werten (9 % - 10 %) wurde eine grössere Reduktion von HbA1c (bis zu -1,7 %) gemessen

- Patienten, die mit Sitagliptin behandelt wurden, konnten einen bedeutenden Gewichtsverlust verzeichnen. Die Differenz (-2,5 Kg) zwischen Behandlungen mit Sitagliptin und Glipizid war nach 52 Wochen statistisch signifikant (p<0,001) niedriger

- Der Prozentsatz von Patienten mit mindestens einem Hypoglykämievorfall ging im Verlauf der 52-wöchigen Studie bei einer Behandlung mit Sitagliptin gegenüber einer Behandlung mit Glipizid um das sechsfache zurück (4,9 % gegenüber 32 %).

Sitagliptin, die untersuchte, einmal täglich oral verabreichte Medizin für Typ 2 Diabetes von Merck Sharp and Dohme, zeigte bei einer einjährigen Kopf-an-Kopf-Studie mit Patienten mit unzureichender glykämischen Kontrolle mit Metformin eine mit Glipizid (einem Sulfonylharnstoff) vergleichbare Wirksamkeit für die Glukosesenkung. Die Daten, die im Rahmen der 42. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) vorgestellt wurden, zeigen, dass diese Gleichwertigkeitsstudie mit durchschnittlichen HbA1c-Reduzierungen von 0,7 % gegenüber dem Baseline-Wert bei beiden Gruppen den primären Wirksamkeitsendpunkt erreichte. Sitagliptin und Glipizid zeigten eine vergleichbare Fähigkeit, mehr Patienten auf das HbA1c-Ziel von < 7 % (jeweils 63 % und 59 %) zu bringen. Bei Sitagliptin konnte jedoch ein signifikanter Gewichtsverlust (verglichen mit einer Gewichtszunahme bei Glipizid) und ein signifikant niedrigeres Auftreten von Hypoglykämie verzeichnet werden (1).

Sitagliptin, Teil einer neuen Klasse von Behandlungen, die als DPP-4-Inhibitoren (Dipeptidyl Peptidase 4) bekannt sind und die körpereigene Fähigkeit verstärken, einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel) zu senken, wurde im August als erster genehmigter DDP-4-Inhibitor weltweit in Mexiko zugelassen. Die Wirkungsart von DDP-4-Inhibitoren unterscheidet sich von allen derzeit verfügbaren glukosesenkenden Wirkstoffklassen.

"Sitagliptin stellt eine spannende neue Möglichkeit für die Behandlung von Diabetes dar, und diese Ergebnisse zeigen ganz deutlich, dass seine Wirksamkeit im Bereich der glykämischen Kontrolle mit den hauptsächlich eingesetzten Diabetesbehandlungsarten (SUs) vergleichbar ist. Gleichzeitig werden die Gewichtszunahme und das Auftreten von Hypoglykämie, die häufig mit SU-Behandlungen einhergehen, vermieden", sagte Dr. Avraham Karasik, Medizinprofessor und Vice-Dean for Clinical Affairs an der Sackler School of Medicine der Tel-Aviv University in Israel.

In der einjährigen Kopf-an-Kopf-Studie wiesen eine einmal tägliche Verabreichung von 100 mg Sitagliptin und bis zu 20 mg (maximale titrierte Dosis) Glipizid die gleichen signifikanten HbA1c-Mittelwertreduzierungen von 0,7 % gegenüber dem Baseline-Wert (p<0.001) auf. In klinischen Studien ist ein bedeutender Prognosefaktor für die Stärke der HbA1c-Reduzierung als Reaktion auf antihyperglykämische Therapie das HbA1c-Niveau des Patienten zu Beginn der Studie (Baseline-Wert). HbA1c misst die durchschnittlichen Blutglukosewerte eines Patienten über einen Zwei- bis Dreimonatszeitraum. Bei Patienten mit höheren HbA1c-Baseline-Werten (9 % - 10 %) wurde eine grössere Reduktion von HbA1c (bis zu -1,7 %) gemessen. Patienten der Gruppe, denen einmal täglich 100 mg Sitagliptin verabreicht wurden, konnten nach 52 Wochen einen signifikanten Gewichtsverlust gegenüber dem Ursprungswert verzeichnen (Durchschnitt -1,5 Kg), während Patienten, die mit Glipizid behandelt wurden, signifikant an Gewicht zulegten (Durchschnitt +1,1 Kg). Die Differenz (-2,5 Kg) zwischen Behandlungen mit Sitagliptin gegenüber Glipizid war statistisch signifikant (p<0,001) niedriger.

Darüber hinaus ging während des Verlaufs der 52-wöchigen Studie unter den Patienten, die mit Sitagliptin behandelt wurden, die Anzahl der Patienten mit mindestens einem Fall von Hypoglykämie gegenüber den mit Glipizid behandelten Patienten zurück (Patienten mit mindestens einem Fall von Hypoglykämie, unabhängig von Schweregrad:
jeweils 4,9 % gegenüber 32,0 %; p<0.001).(1)

Eine gleichzeitige Verabreichung von antihyperglykämischen Wirkstoffen mit unterschiedlichen und ergänzenden Wirkungsweisen (Sitagliptin und Metformin) könnten zusätzliche therapeutische Vorteile bieten.

Trotz einer pharmakologischen Intervention können ca. zwei von drei Erwachsene keine glykämische Kontrolle, gemessen als HbA1C < 7 %, erzielen, was darauf hinweist, dass derzeitige Therapien signifikanten Beschränkungen unterliegen. Daten einer separaten 24-wöchigen Studie zeigen, dass die Hinzugabe von Sitagliptin zu einer laufenden Metformin-Therapie Wirkung zeigt und bezüglich des Auftretens adverser Ereignisse keine bedeutenden Unterschiede zu Placebo aufweist(1).

In einer anderen 24-wöchigen Studie führte die Hinzugabe von 100 mg Sitagliptin zu einer laufenden Metformin-Therapie für Patienten mit Typ 2 Diabetes, die unzureichende Kontrolle erreichen und leicht mit mittel (Durchschnitt: 8,0 %) erhöhte HbA1c-Baseline-Werte auswiesen, zu einer signifikanten (p<0,001) zusätzlichen durchschnittlichen HbA1c-Reduzierung gegenüber Placebo von -0,65 %. In dieser Studie erzielten mehr als Doppelt so viele Patienten das HbA1c-Ziel von weniger als 7 % bei Hinzugabe von Sitagliptin gegenüber Placebo (47 % gegenüber 18 %) (1).

Betazellendysfunktion, die sich durch eine rückläufige Fähigkeit zur Generierung ausreichend hoher Insulinniveaus auszeichnet, tritt zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung auf und ist für die Entwicklung von Typ 2 Diabetes erforderlich. In dieser Studie führte Sitagliptin zu einer signifikanten Verbesserung der Messwerte für Betazellenfunktion: HOMA-Beta und das Verhältnis von Fastening Proinsulin zu Insulin(1).

In vorherigen Studien mit einer einmal täglichen verabreichten Dosis von 100 mg Sitagliptin als Monotherapie wurde eine signifikante Reduzierung von HbA1c nachgewiesen (mehr als -1,5 % gegenüber Placebo mit Patienten mit einem HbA1c-Baseline-Wert von 9 - 10 % in einer 24-wöchigen Studie). In dieser Monotherapiestudie gingen die Niveaus von Fastening Plasma Glucose (FPG) (-17,1 mg/dl, p<0,001 und Postprandialglukose (-46,7 mg/dl, p<0,001) ebenfalls signifikant zurück (2,3).

Die neusten Daten zeigen, dass Sitagliptin ohne signifikante Sicherheitsbedenken allgemein gut verträglich ist.

Das Engagement von MSD für Diabetes

Das klinische Entwicklungsprogramm von MSD für Sitagliptin ist robust und wird weiterhin ausgedehnt. Derzeit werden 43 Studien durchgeführt bzw. wurden schon abgeschlossen, vier weitere Studien sollen dieses Jahr noch anlaufen. Die klinischen Studien des Unternehmens umfassen ca. 6.700 werden ca. 1.100 Patienten seit mehr als einem Jahr mit Sitagliptin behandelt.

MSD engagiert sich für die Entwicklung innovativer Therapien, die Fortschritte bei der Behandlung ernsthafter Erkrankungen bieten, einschliesslich Diabetes. Im Rahmen des Engagements von MSD für die Diabetesforschung und -ausbildung unterstützt das Unternehmen die EASD auch weiterhin mit unbeschränkten Studienstipendien und anderen Formen der Finanzierung.

Informationen zu Sitagliptin

Sitagliptin ist Teil einer neuen Klasse oraler Behandlungen, die als DPP-4-Inhibitoren (Dipeptidyl Peptidase 4) bekannt sind und die körpereigene Fähigkeit verstärken, einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Glukose) zu senken, und wurde im August als erster genehmigter DDP-4-Inhibitor weltweit in Mexiko zugelassen. In kontrollierten klinischen Entwicklungsstudien wurde kein Zusammenhang zwischen Sitagliptin und Gewichtszunahme gegenüber dem Ausgangswert nachgewiesen, und das Auftreten von Hypoglykämie (niedriger Blutzuckerspiegel) war in etwa auf dem Niveau eines Placebos.

Sitagliptin ist ein wirkungsvoller und hochgradig selektiver DPP-4-Inhibitor. DPP-4-Inhibitoren verstärken das Inkretin-System, einen natürlichen Körperprozess, der den Blutzuckerspiegel senkt. Wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist, agieren Inkretine auf zwei Arten, um den Körper dabei zu unterstützen, hohe Blutzuckerspiegel zu regulieren: sie lösen in der Bauchspeicheldrüse die Freigabe von Insulin aus und beschränken die Produktion von Glukose in der Leber. DPP-4-Inhibitoren verstärken die körpereigene Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, indem Sie die aktiven Niveaus dieser Inkretin-Hormone im Körper steigern, was Patienten mit Typ 2 Diabetes dabei hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Sitagliptin wird auch als Teil der Einzeltablettenkombination von MSD mit Metformin (MK-0431A) untersucht. Die Wirkungsart von DDP-4-Inhibitoren unterscheidet sich von oralem Metformin und allen derzeit verfügbaren glukosesenkenden Wirkstoffklassen. MK-0431A wurde von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde United States Food and Drug Administration (FDA) zur Standardüberprüfung zugelassen. Eine Antwort der FDA auf die Anmeldung als neues Arzneimittel wird Ende März 2007 erwartet. Das Unternehmen schreitet ausserdem planmässig mit der Einreichung von Unterlagen bei Regulierungsbehörden in Ländern ausserhalb der USA fort.

Informationen zu Typ 2 Diabetes

Typ 2 Diabetes ist ein Zustand, in dem der Körper erhöhten Blutzucker- oder Glukosespiegeln ausgesetzt ist. Bei Typ 2 Diabetes kann es vorkommen, dass der Körper nicht genügend Insulin (das dem Körper bei der Verwendung von Glukose hilft) produziert, dass das vom Körper produzierte Insulin nicht gut genug funktioniert oder dass der Körper zuviel Glukose produziert. Patienten mit Diabetes können Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen, Erblindung, Gefässerkrankungen oder neurologische Beschwerden erleiden, die zu Amputation führen können, und können einer höheren Sterblichkeitsrate ausgesetzt sein.

Diabetes ist eine der bedeutendsten Erkrankungen, die das moderne Zeitalter bedroht. Diabetes ist die fünfthäufigste Todesursache weltweit. Derzeit leben mehr als 230 Millionen Menschen, fast 6 % der Weltbevölkerung, mit Diabetes. Es wird erwartet, dass diese Anzahl in weniger als 20 Jahren auf 350 Millionen anwachsen wird, wenn keine vorbeugenden Massnahmen ergriffen werden. Im Jahr 2000 entsprach die Anzahl zusätzlicher Todesfälle aufgrund von Diabetes den für HIV/AIDS ausgewiesenen Werten. Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an Ursachen im Zusammenhang mit Diabetes, und es wird erwartet, dass die Sterblichkeitsrate über das nächste Jahrzehnt um 25 % ansteigen soll. Die verheerenden Komplikationen von Diabetes, wie z.B. Blindheit, Nierenversagen und Herzerkrankungen, stellen eine immense Belastung für das Gesundheitswesen dar und verursachen ca. 5-10 Prozent der Gesundheitskosten eines Landes.(4)

Unite for Diabetes

Merck Sharp and Dohme ist stolz darauf, Platin-Sponsor der Kampagne "Unite for Diabetes" zu sein. Die Kampagne "Unite for Diabetes" zielt darauf ab, die Öffentlichkeit auf das beunruhigende Voranschreiten von Diabetes weltweit aufmerksam zu machen und Regierungsunterstützung für eine Resolution der Vereinten Nationen zu Diabetes zu fördern. Die International Diabetes Federation (IDF) führt die Diabetesgemeinschaften vor Ort in einer gemeinsamen Anstrengung an, die Resolution am Weltdiabetestag (14. November) 2007 bzw. um diesen Termin herum, durchzusetzen.

Informationen zu Merck

Merck & Co., Inc., das in vielen Ländern als Merck Sharp & Dohme agiert, ist ein globales forschungsgetriebenes Pharmaunternehmen, das sich dafür engagiert, Patienten Vorrang zu gewähren. Merck wurde 1891 gegründet und erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet derzeit Impfstoffe und Arzneimittel, um auf unerfüllte medizinische Bedürfnisse einzugehen. Das Unternehmen engagiert sich stark dafür, den Zugang zu Arzneimitteln über weitreichende Programme zu verbessern, die nicht nur Arzneimittel von Merck spenden, sondern diese auch an die Menschen ausliefern, die sie benötigen. Merck publiziert ausserdem als gemeinnütziger Dienst unvoreingenommene Gesundheitsinformationen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.merck.com.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemeldung enthält vorausschauende Aussagen (forward-looking statements) im Sinne des "Private Securities Litigation Reform Act of 1995". Diese Aussagen basieren auf den derzeitigen Erwartungen des Managements und sind Risiken und Unwägbarkeiten ausgesetzt, die dazu führen könne, dass Ergebnisse deutlich von den in diesen Aussagen dargestellten Ergebnissen abweichen. Zu den zukunftsgerichteten Aussagen können Aussagen bezüglich Produktentwicklung, Produktpotenzial oder finanzielle Leistungen zählen. Für zukunftsgerichtete Aussagen können keine Garantien übernommen werden und tatsächliche Ergebnisse können sich substanziell von den Prognosen unterscheiden. Merck übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen öffentlich zu aktualisieren, sei dies auf der Basis neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder sonstiger Faktoren. Zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Pressemeldung sollten im Zusammenhang mit den vielen Unwägbarkeiten bewertet werden, die das Geschäft von Merck beeinflussen, vor allem mit denjenigen, die in den Warnhinweisen in Item 1 des Formulars 10-K von Merck für das Jahr zum 31. Dezember 2005 und in seinen periodischen Berichten auf Formular 10-Q und Formular 8-K dargestellt sind, die das Unternehmen hier durch Hinweis einbezieht.

Referenzen:

1) Charbonnel B., Karasik A., Liu J. et al. Efficacy and safety of sitagliptin added to ongoing metformin therapy in patients with type 2 diabetes who were inadequately controlled on metformin therapy (Effizienz und Sicherheit von Sitagliptin bei Hinzugabe zu laufender Metformin-Therapie bei Patienten mit Typ 2 Diabetes, die mit Metformin-Therapie eine unzulängliche Kontrolle erzielten). Präsentiert bei der 42. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD), September 2006

2) Aschner P., Kipnes M., Lunceford J. et al. Sitagliptin monotherapy improved glycaemic control in patients with type 2 diabetes ( Sitagliptin-Monotherapie verbesserte glykämische Kontrolle bei Patienten mit Typ 2 Diabetes). Präsentiert bei der 42. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD), September 2006

3) Raz I., Hanefeld M., Xu L. et al. Efficacy and safety of sitagliptin over 18 weeks in patients with type 2 diabetes (Effizienz und Sicherheit von Sitagliptin über 18 Wochen hinweg bei Patienten mit Typ 2 Diabetes). Präsentiert bei der 42. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD), September 2006

4) Diabetes Atlas Third Edition, International Diabetes Federation 2006 (im Druck). Abgerufen Juli 2006 http://www.unitefordiabetes.org/ press/releases/wake_up_call_to_halt_global_diabetes_epidemic.html

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