"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Hass und Terror" (Von Kurt Horwitz)

Ausgabe vom 11.09.2006

Wien (OTS) - Heute vor fünf Jahren haben Terroristen das World Trade Center zerstört. Seither ist der Terror allgegenwärtig. "9/11", so benannt nach der amerikanischen Schreib- und Sprechweise für den 11. September, ist zum Symbol geworden für einen Tag, der die Welt verändert hat.
Viele Politiker, allen voran US-Präsident George W. Bush, bekämpfen seither die falschen Gegner. "Der Terrorismus, nicht der Islam ist unser Feind", schreibt der frühere französische Premierminister Michel Rocard. Begriffen haben das leider noch lange nicht alle.
Da verschickt beispielsweise in Österreich ein Scherzbold an politische Parteien die Kopie eines erfundenen Briefwechsels. Islamisten fordern darin angeblich "Halbmond statt Gipfelkreuz" auf Österreichs Berggipfeln. Zwar ist wenigstens FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf den Schwachsinn nicht hereingefallen. Er hatte genügend Verstand, um die ihm zugespielte angebliche Briefkopie als Fälschung zu erkennen und zu ignorieren.
Anders das BZÖ und Peter Westenthaler. Der glaubt das ungeprüft und schürt damit vor laufender TV-Kamera Hass auf Ausländer. Hassprediger wie er sind die eigentliche Gefahr. Sie liefern indirekt Argumente für Gewalt statt für friedliches Zusammenleben. Eine Demokratie wie unsere wird auch mit solchen Politikern fertig; seit 9/11 ist dieser Säuberungsprozess aber viel schwieriger geworden.

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