PRÖLL: Spritsparer sind Vorbilder beim Klimaschutz

Österreichs Spritsparchampions stehen fest

Wien (OTS) - "Spritsparer sind die umweltfreundlicheren
Autofahrer. Sie tragen wesentlich dazu bei, die CO2-Belastung und die Feinstaubproblematik zu verringern. Außerdem bringt eine spritsparende Fahrweise nicht nur Vorteile für die Umwelt und den Klimaschutz, sondern hilft auch, angesichts anhaltend hoher Treibstoffpreise, bares Geld zu sparen." Das erklärte Umweltminister Josef Pröll heute, Samstag, bei einem Promi-Spritsparwettbewerb auf der Wiener Ringstraße im Rahmen der Siegerehrung des dritten Spritsparwettbewerbs des Lebensministeriums und seiner Partner. Dabei stellten Umweltminister Josef Pröll, der Forschungsleiter der OMV -Walter Böhme, Zeitungsherausgeberin Eva Dichand, der Vorstandsdirektor der Post AG - Herbert Götz, der Generalsekretär des ÖAMTC - Hans Peter Halouska, der Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen - Norbert Hausherr und der Generalsekretär des Raiffeisendachverbandes - Andreas Pangl bei einer Runde um die Wiener Ringstraße unter Beweis, dass jeder ein Spritsparer sein kann. Siegerin unter den Promi-SpritfahrerInnen wurde Zeitungsherausgeberin Eva Dichand mit einem Spritspar-verbrauch von 3,95 Litern auf 100 Kilometer vor Vorstandsdirektor Herbert Götz (Sprit-verbrauch: 4,14 l / 100 km) und Obmann Norbert Hausherr (Spritverbrauch: 4,22 l / 100 km).

Dass Spritsparen heute im Trend liegt, beweist der große Andrang zur Teilnahme am dritten Spritsparwettbewerb des Lebensministeriums "Schlau fahren - Sprit sparen". Aus 3.000 An-meldungen wurden 602 TeilnehmerInnen ausgelost, um sich im Sommer in Bundesländeraus-scheidungen für das gestern Abend in Wien abgehaltene Bundesfinale zu qualifizieren. In 32 Wettbewerbsfahrten musste mit einem smart forfour (Benziner) eine 20 Kilometer lange Stre-cke im öffentlichen Verkehr unter Anleitung eines unparteiischen Fahrbegleiters zurückgelegt werden. In diesen Durchgängen wurden die 25 besten SpritsparerInnen Österreichs (22 Män-ner, 3 Frauen) ermittelt, aus denen gestern die Sieger gekürt wurden.

Der 1. Preis - 6.000 Euro, gesponsert von Raiffeisen, sowie ein Spritspar-Urlaubswochenende in der Modellgemeinde für sanften Tourismus Werfenweng - ging an Mario Prevolnik aus St. Oswald, Steiermark mit einem Spritverbrauch von 3,13 Liter auf 100 Kilometer, über den mit 3.000 Euro und Spritgutscheinen der OMV dotierten zweiten Platz durfte sich Alfred Schwarz-kogler aus Aigen im Ennstal, Steiermark (Spritverbrauch: 3,38 l / 100 km) freuen und auf dem mit 1.000 Euro und Gutscheinen der OMV ausgelobten 3. Platz landete Michael Swistun aus Ebenfurth, Niederösterreich (Spritverbrauch: 3,43 l / 100 km). Die mit 3.000, 2.000 und 500 Euro dotierten Sonderpreise für junge FahrerInnen, die den Führerschein nach dem 1. Jänner 2005 erworben haben, gingen an den 18-jährigen Sven Förster aus Maria Enzersdorf, Nieder-österreich mit einem Spritverbrauch von 3,54 Liter auf 100 Kilometer (Fahrzeit: 29 Minuten 37 Sekunden) vor dem 18-jährigen Christian Auzinger aus Linz, Oberösterreich (Spritverbrauch: 3,54 l / 100 km; Fahrzeit: 31 Minuten 44 Sekunden) und dem 21.jährigen Simon Kniesz aus Steinberg-Dörfl, Burgenland (Spritverbrauch: 3,60 l / 100 km).

Für Umweltminister Josef Pröll sind Spritsparwettbewerbe ein wichtiges Mittel zur Bewusst-seinsbildung über eine umweltverträgliche Fahrweise und damit zur Verringerung der Umwelt-belastungen aus dem Verkehr. Rund 26 Prozent der gesamten Treibhausgase stammen aus dem Verkehrssektor. Von 1990 bis 2004 sind die CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr um 88 Prozent gestiegen, wobei 34 Prozent dem Tanktourismus zugerechnet werden können. Ähnlich die Situation bei Feinstaub: 20 Prozent der gesundheitsschädlichen PM 10 Partikel stammen aus dem Straßenverkehr. Im Zeitraum von 1990 bis 2004 gab es eine Steigerung um 36 Prozent und auch hier spielt der Tanktourismus mit einem Anteil von 19 Prozent eine ge-wichtige Rolle.

Die Antwort von Umweltminister Josef Pröll zur Verbesserung der Luftqualität ist eine Dreifa-che. Erstens kann durch die Verbesserung der Fahrzeuge und Kraftstoffe viel erreicht werden. Durch die steuerliche Begünstigung von neuen Diesel-Fahrzeugen mit Partikelfilter sind schon jetzt 52 Prozent aller neuen Diesel PKW mit Russpartikelfilter ausgerüstet. Damit sind heute rund 70.000 Fahrzeuge mit dieser umweltschonenden Technologie unterwegs. Bei den Kraft-stoffen werden bei Diesel seit 1. Oktober 2005 österreichweit rund 3,3 Prozent des fossilen Kraftstoffes durch die Beimischung von Biodiesel ersetzt. 2007 erhöht sich dieser Zielwert auf 4,3 Prozent und 2008 auf 5,75 Prozent. Damit erreicht Österreich bereits zwei Jahre früher als von der EU gefordert (2010) das Beimischungsziel und darf sich zu Recht als Vorreiter in Eu-ropa bezeichnen. Ergänzt werden die Anstrengungen zur Verbesserung der Treibstoffe durch ein 5 Punkte Programm mit der OMV zur Forcierung von Erd- und Biogas im Verkehrssektor. Und erst am 7. September konnte Umweltminister Josef Pröll den Grundstein für das größte Bioethanolwerk Österreichs legen. Das ist ein wichtiger Schritt für den Start eines Aktionspro-gramms zur Erzeugung von E85-Kraftsstoffen, die zu 85 Prozent aus Ethanol und nur mehr zu 15 Prozent aus Benzin bestehen.

Als zweiten wichtigen Bereich forciert das Lebensministerium innovatives Mobilitätsmanage-ment. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv laufen fünf Programme mit den Schwerpunkten Mobilitätsmanagement in Betrieben, Mobilitätsmanagement in Schulen, Mobili-tätsmanagement in der öffentlichen Verwaltung, Mobilitätsmanagement in Kommunen und Regionen sowie Mobilitätsmanagement im Freizeit- und Tourismusverkehr. Insbesondere durch die Optimierung der betrieblichen Mobilität konnten bereits messbare Erfolge erzielt werden. So wurden innerhalb der vergangenen zwei Jahre von 60 Betrieben rund 29.000 Ton-nen CO2 eingespart.

Als Dritte Säule haben sich Initiativen zum Spritsparen als besonders Erfolg versprechend herausgestellt. Neben dem österreichweiten Spritsparwettbewerb "Schlau fahren - Geld sparen" setzt das Lebensministerium im Rahmen von klima:aktiv auf die Ausbildung von Fahrleh-rerInnen zu SpritspartrainerInnen, um Führerscheinneulinge zu Spritsparern zu machen. Dar-über hinaus werden auch Spritsparschulungen für große Flottenbetreiber angeboten. Erst kürzlich haben 2.500 Postbus-LenkerInnen eine derartige Ausbildung absolviert. Und weil Spritsparen schon beim Autokauf beginnt, bietet das Lebensministerium in Kooperation mit dem Fahrzeughandel umfangreiche Informationen für KonsumentInnen über Verbrauchsdaten und CO2-Ausstoß von PKW aller Hersteller und darüber, ob Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter ausgestattet sind, im Internet unter http://www.autoverbrauch.at an.

Weitere Informationen zum Spritsparwettbewerb und wertvolle Tipps zum Spritsparen bietet die Website www.spritspar.at

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