Weninger: Arbeitsmarkt: Von Trendwende kann keine Rede sein

Langfristiger Vergleich und Einrechnung der SchulungsteilnehmerInnen zeigt wahres Ausmaß der Misere

St. Pölten, (SPI) - "Von einer Trendwende am Arbeitsmarkt zu sprechen ist bestenfalls Wahlkampftaktik und schlimmstenfalls bloßes für dumm verkaufen der Menschen in diesem Land", kommentiert der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger, die jüngsten Aussagen der Bundesregierung zum Arbeitsmarkt. "Allein in Niederösterreich muss man zu den 35.022 Jobsuchenden, die im August in der Arbeitslosenstatistik geführt werden, noch jene 8.216 Menschen dazuzählen, die in Schulungen waren", führt Weninger aus. In Österreich ist die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen im August um 21,8 Prozent gestiegen. In Niederösterreich betrug die Steigerung sogar 31,6 Prozent.****

Die Zahlen der aktuellen Arbeitsmarktstatistik halten auch einem längerfristigen Vergleich nicht Stand. Die derzeitige leichte Absenkung der Arbeitslosenzahlen ist hauptsächlich dem etwas stärkeren Wirtschaftswachstum zuzuschreiben. Laut WIFO-Prognosen wird dieses aber im kommenden Jahr zurückgehen und damit die Arbeitslosigkeit erneut anheizen.

"In Niederösterreich sind heuer insgesamt mehr als 43.000 Menschen ohne Job! Die Statistik des Jahres 2000 weist dagegen rund 26.000 Arbeitssuchende aus! Österreichweit waren damals fast 45.000 Menschen weniger ohne Arbeit als heuer! Dass die Arbeitslosigkeit seit dem Vorjahr zurückgegangen ist und rund 18.000 Menschen weniger auf Jobsuche waren als noch im August 2005 zeigt daher nicht, wie gut die Regierung das Problem im Griff hat, sondern beweist vielmehr, dass die Regierung Schüssel dieses Dilemma zu verantworten hat", so Weninger abschließend.
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