Bundesfrauenkonferenz (3): Barbara Prammer mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen als Bundesfrauenvorsitzende bestätigt

Hervorragende Stimmung bei der Bundesfrauenkonferenz 2006

Wien (SK) - Mehr als 600 Delegierte und Sympathisantinnen trafen sich in Linz zur Bundesfrauenkonferenz, die traditionell vor dem SPÖ-Bundesparteitag abgehalten wird. Die Zweite Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wurde mit eindrucksvollen 97 Prozent der Delegiertenstimmen als Bundesfrauenvorsitzende bestätigt. Als ihre Stellvertreterinnen wurden Sonja Ablinger, Gabriele Binder-Maier, Renate Brauner, Barbara Gross, Olga Pircher, Gertrude Spiesz, Sieglinde Trannacher, Hilde Wanner und Gisela Wurm gewählt. SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek wurde mit 99,3 Prozent der Stimmen in den Bundesvorstand wiedergewählt. Der strahlende Sonnenschein spiegelte die hervorragende Stimmung im höchsten SPÖ-Frauengremium wider - noch nie waren die SPÖ-Frauen so stark und voller Zuversicht gehe man daher in die Wahlauseinandersetzung, war der einhellige Tenor der Veranstaltung. ****

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer eröffnete die Konferenz unter dem Motto "Mehr ist fair. Chancen, Rechte, Einkommen" und übte harsche Kritik an der Bundesregierung: "Die letzten sechs Jahre waren geprägt von einer konservativen Politik, die sich bei den Frauen am negativsten ausgewirkt hat!" Stadlbauer verwies auf die Verschlechterungen im Bereich Bildung, bei der Arbeitslosigkeit, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder bei den Pensionen. "Diese Verschlechterungen haben einen Namen: ÖVP!" Die SPÖ tritt für mehr Chancen der Frauen in der Arbeitswelt, bei Bildung und Einkommen ein. "Wir wollen mehr Einkommen für Frauen, denn ökonomische Unabhängigkeit ist der Schlüssel für ein selbst bestimmtes Leben", stellte die SPÖ-Politikerin klar.

Gusenbauer: Nur mit einem Frauenministerium ist konsequente Frauenpolitik möglich

In einer Video-Grußbotschaft bekräftigte SPÖ-Bundesvorsitzender Alfred Gusenbauer, dass nur mit einem Frauenministerium konsequente Frauenpolitik möglich sei. Er nannte hier etwa Johanna Dohnal, und deren Vorgängerinnen und Nachfolgerinnen einer engagierten sozialdemokratischen Frauenpolitik und betonte, dass die SPÖ mit Barbara Prammer eine Frau im höchsten Amt habe, das die Sozialdemokratie zu vergeben habe - nämlich das der Zweiten Nationalratspräsidentin. "Und wir hoffen, dass sie bald Erste Nationalratspräsidentin wird", so Gusenbauer, der daran erinnerte, dass es am ersten Oktober eine Richtungsentscheidung gebe zwischen einer konservativen Politik für einige Wenige, "oder einer Politik, die den Wohlstand Österreichs wieder gerecht verteilt".

Konservative Bundesregierung gehört abgewählt!

Karin Hörzing, Vorsitzende der SPÖ-Frauen Linz und Gemeinderätin der Stadt Linz unterstrich, dass es ein Gewinn sei, wenn Frauen berufliche Perspektiven haben, Frauenarmut endlich der Vergangenheit angehört, ein modernes Familienrecht und eine eigene Altersselbstständigkeit realisiert wird, endlich Frauenpolitik gemacht wird und es endlich wieder eine Frauenministerin, die diesen Namen auch verdient, gibt. "Frauen gewinnen, wenn wir uns am 1. Oktober endlich aus der konservativen Umklammerung befreien!"

Sonja Ablinger, die oberösterreichische Landesfrauenvorsitzende, betonte, dass Linz eine Stadt sei, in der der Sozialstaat noch eine Heimat habe. "Diese Bundesfrauenkonferenz wird einen Politwechsel einläuten, sie steht im Zeichen der Ablöse einer ideenlosen und frauenfeindlichen Bundesregierung. Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Gleichberechtigung ist nicht Sache der Bundesregierung, die Regierung hat ein Ablaufdatum!" Die gegenwärtige Politik sei durch Zumutungen und beispielloser Kaltschnäuzigkeit gekennzeichnet. "Wenn manche von Rabenmüttern reden, reden wir von Rabenstaat", so Ablinger.

Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch machte klar, dass Sozialpolitik auch heute noch möglich ist, das beweise die oberösterreichische Hauptstadt. Seit gestern habe Linz wieder Vollbeschäftigung, zum ersten Mal seit 1987. Natürlich müsse bei den Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen noch viel getan werden, so Dobusch. "In Linz bekommt jedes Kind einen Kindergartenplatz, und jede Frau, die arbeiten gehen will und ein Kind unter drei Jahren hat, bekommt für ihr Kind einen Betreuungsplatz. Das gelingt uns zu hundert Prozent", so Dobusch, der von einer "Sozialmusterstadt für Österreich" sprach.

SPÖ-Frauen präsentieren fortschrittliches Frauenwahlprogramm

Stadlbauer präsentierte den Bericht der Bundesfrauengeschäftsführerin, gespickt mit zahlreichen innovativen, interessanten und lehrreichen Veranstaltungen, die in den letzten beiden Jahren stattgefunden haben. Einige Highlights: Der Frauentag 2005 unter dem Motto "Selbstbestimmt leben ohne Gewalt", der "Rabenmutter"Tag 2005 unter dem Motto "Bist du a-so-typisch?", 60 Jahre SPÖ-Frauen, das Buch "Aus einer dunklen in eine helle Zeit" -der Beitrag der SPÖ-Frauen zum Gedenkjahr, die Johanna Dohnal Homepage und Förderpreise, die SIW-Konferenz zum Thema Menschenhandel und der erste bundesweite Aktionstag "ES reicht! - weil es nicht reicht!".

Die Entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, NR-Abgeordnete Petra Bayr stellte das Frauenwahlprogramm mit Titel "Frauenperspektiven 2010" vor. "Das Programm ist ein solides, fortschrittliches umfassendes Frauenwahlprogramm und beste Voraussetzung dafür, die österreichischen Frauen davon zu überzeugen, ihre Stimmen am ersten Oktober der SPÖ zu geben, um diesen schwarz-blau-orangen Spuk ein Ende zu bereiten", betonte Bayr. Das Frauenwahlprogramm 2006 wurde einstimmig angenommen. (Schluss) up/sk

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