Einsparungspotenziale in Industriebetrieben

Eine von Festo beauftragte Gallup-Umfrage bestätigt: Verstärkter Einsatz der Automatisierung soll zur Kostenreduktion führen und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen

Wien (OTS) - Der Kosten- und Wettbewerbsdruck auf österreichische Industrieunternehmen wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen, wird die Erhöhung der Produktivität und Effizienz über alle Unternehmensprozesse hinweg zur Notwendigkeit. Die Kostenanalyse der gesamten Wertschöpfungskette ist dafür eine unumgängliche Voraussetzung.

Festo, Branchenführer im Bereich Automatisierung mit Pneumatik, hat im Frühsommer dieses Jahres zum Thema "Einsparungspotenziale in Industriebetrieben" beim Gallup Institut eine Umfrage in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Befragt wurden dabei Betriebs- und Produktionsleiter aus 200 Industriebetrieben, ergänzt wurde die Gallup Umfrage durch eine Online-Kundenbefragung von Festo. Die Gallup Umfrage konzentrierte sich auf produzierende Unternehmen aller Branchen (Maschinenbau, Automobil, Metallverarbeitung, Lebensmittel, Pharma, Papier und Karton, Elektronik, etc.).

Das Ergebnis zeigt deutlich, dass ein Großteil der befragten österreichischen Industrieunternehmen für die kommenden 3 bis 5 Jahre im Einsatz neuer Technologien (59 %) und in einem effizienten Einkaufsmanagement (40 %) die größten Einsparpotenziale in der Produktion sieht. 33 % beurteilen die Erhöhung der Produktionseinheiten als wichtigen Einflussfaktor, für jeweils 30 % gehört ein effizienteres Lieferantenmanagement und die Umgestaltung des Produktionsprozesses zum Kostenoptimierungsprogramm. 20 % erwarten sich durch das Outsourcing von Teilbereichen der Produktion einen Kostenvorteil.

Automatisierung auf Platz 1 beim Einsatz neuer Technologien

66 % der Befragten platzieren die Automatisierung beim Einsatz neuer Technologien auf den ersten Rang - davon erwarten sich die Experten die größte Effizienz- und Wirtschaftlichkeitssteigerung. Auf Platz 2 liegt mit 23 % die Kommunikation (W-LAN/Ethernet/Feldbus), nur mehr 8 % setzen auf Bildverarbeitung und 3 % auf Nanotechnologie. Ing. Wolfgang Keiner, Geschäftsführer von Festo Österreich dazu:
"Ohne modernste Automatisierungstechnik lassen sich in keinem Industriezweig Produkte in hoher Qualität und zu weltmarktfähigen Preisen herstellen. Ein hoher Automatisierungsgrad ist die beste Voraussetzung für hohe Produktivität".

Kein effizientes Einkaufs-Management ohne elektronische Komponenten

Jene 40 %, die an Veränderungen beim Einkaufsmanagement denken, wollen in erster Linie eine direkte E-Commerce-Anbindung an ihren Lieferanten. Sie sehen darin eine Optimierung der Abwicklungsgeschwindigkeit in Verbindung mit Transparenz über Beschaffungsprozess, Sortiment und Preis. Aber auch die verstärkte Nutzung von Online-Shops (40 %) wird ein relevantes Thema darstellen. Ein Drittel könnte sich die Teilnahme an einem externen Einkaufspool vorstellen, 23 % ziehen die Installation eines firmeninternen Marktplatzes in Erwägung. Fazit: Ohne den Einsatz elektronischer Komponenten kommt ein effizienter Beschaffungsprozess heute nicht mehr aus, dennoch zeigt sich, dass Österreichs Einkäufer im Business to Business Bereich beim Online-Shopping noch zurückhaltend sind.

Zentrales Thema: Umgestaltung des Produktionsprozesses

Wenn es um die Umgestaltung von Produktionsprozessen geht, denken 73 % der Befragten an Aktivitäten im Bereich der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern. Dabei stehen neben klassisch-technischem Fachwissen immer öfter Soft Skills - wie soziale Kompetenz und organisatorisches Know-how - im Vordergrund. Ein überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass dieser Bereich in der Realität oft vernachlässigt wird.

Zu den Hard Facts der Umgestaltungsmöglichkeiten zählen 50 % der Betriebe Maßnahmen im Fertigungsbereich. Vorgefertigte bzw. vormontierte Komponenten können in der Fertigung wesentlich die Kosten der Lagerhaltung und der Montage senken. Wenn man bedenkt, dass beinahe 60 % der Umfrageteilnehmer über ein Komponentenlager und 46 % über ein Ersatzteillager verfügen, wird klar, dass sich hier wesentliche Einsparungen erzielen lassen. Festo hat auf diese Forderung bereits mit der Lieferung vorverpackter bzw. vormontierter Systeme nach Kundenwunsch reagiert.

47 % planen Veränderungen in der Wartung und Instandhaltung. Für die Hälfte der Befragten nehmen verstärkte Kooperationen in der Produktentwicklung - beispielsweise mit Spin-offs oder Universitäten - einen wichtigen Stellenwert ein. Dadurch schließt sich auch der Kreis zur Aus- und Weiterbildung, die wiederum den Nährboden für Innovationsfähigkeit darstellt.

Österreich im EU-Ranking der Innovationsstandorte auf Platz 5

Dass Österreich hier gut unterwegs ist, dokumentiert der jüngste EU-Innovationsanzeiger: Im internationalen Ranking der Innovationsstandorte hat sich Österreich von Platz 15 auf Platz 8 vorgeschoben, innerhalb der EU von Platz 10 auf Platz 5.

Sparpotenzial Lieferantenmanagement

Neben der Anlieferung von fertig vormontierten Systemen kann auch in den Bereichen Engineering und Montage durch die Integration der Lieferanten bereits ab dem Entwicklungsprozess viel an Sparpotenzial erschlossen werden. Immerhin zählen 83 % der Befragten Engineering und 78 % Montage zu den kostenintensiven Teilen der Produktion.

Bewertet wurde in der Umfrage aber auch, welche Qualitäten sich Industriebetriebe von Lieferanten wünschen. Stellvertretend für alle Faktoren hat dabei der Begriff "Verlässlichkeit" oberste Priorität. Auf einer fünfteiligen Skala wurden Liefertreue, Qualität der Produkte, Preis-Leistungsverhältnis, Lieferservice und Beratung generell mit der Note 1 bewertet. "Alles aus einer Hand" und weltweite Präsenz sind ebenfalls Lieferantenvorteile, die sehr geschätzt werden.

"Mit der zunehmenden Verlagerung der Wertschöpfung auf die Lieferanten nimmt auch deren Bedeutung für die Innovationsfähigkeit zu", betont in diesem Zusammenhang Wolfgang Keiner. "Kompetenznetzwerke, die auf dem Spezialwissen des Einzelnen beruhen, führen zu neuen Ideen und somit auch zu neuen Produkten. Die Beziehung zwischen Abnehmer und Lieferant erhält dadurch eine neue Dimension."

Outsourcing noch unterrepräsentiert

Der Zukauf von Produkt- und Dienstleistungspaketen bringt gerade für KMU erhebliche Vorteile - obwohl erst ein Fünftel der Befragten von Outsourcing Gebrauch machen will. Neben der Umwandlung von fixen in variable Kosten liegen die Chancen vor allem im Know-How Transfer sowie in erhöhter Flexibilität und der Reduktion des Prozessrisikos.

Kosten sind wie Eisberge

"Kosten sind wie Eisberge", bestätigt Wolfgang Keiner. "Nur den kleinsten Teil erkennt man auf den ersten Blick. Das exakte Wissen über die wahre Kostensituation kann die tatsächlichen Kostentreiber entlarven und den Weg zu nachhaltigen Einsparungspotenzialen weisen." Das Auffinden nachhaltiger Einsparungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Erhaltung eines hohen Qualitätsniveaus erfordert heute gleich viel an Kreativität und Innovation wie die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen. Einen hohen Effizienzgrad erreicht man dabei nur durch die Einbindung aller Lieferanten als Entwicklungspartner -von der Produktentwicklung bis zur Wartung und Instandhaltung. Der Trend, auf die Bedürfnisse einzelner Gruppen oder sogar Personen angepasste Lösungen zu entwickeln, nimmt in allen Schlüsselbranchen zu. Dieser Entwicklung folgend müssen auch Anlagen und ganze Produktionsprozesse angepasst werden. Eine Vorgangsweise, die - so Keiner abschließend - bereits seit langem in die Arbeitsweise von Entwicklern, Vertriebsorganisationen oder Systemlieferanten Einzug gehalten hat.

Festo in Österreich

Festo Österreich ist Marktführer in der Automatisierungstechnik mit Pneumatik und der technischen Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen, das in Österreich 100 Mitarbeiter beschäftigt, bildet mit eigenständigen Tochtergesellschaften und Niederlassungen die Drehscheibe für alle mittel- und osteuropäischen Konzernaktivitäten. Das Produktangebot in der Automatisierungstechnik umfasst 23.000 Komponenten und 100.000 kundenspezifische Variationen, die in der gesamten Industrie ihren Einsatz finden. Im Bereich technische Aus-und Weiterbildung schult Festo dem Selbstverständnis als Lernunternehmen folgend 600 Personen pro Jahr.

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