ÖGB-Reform: Gewerkschaft "vida" hat Mitgliederbefragung in Salzburg "angepfiffen"

GdE-Haberzettl: "Mitglieder glauben an den Wiederaufstieg des ÖGB"

Wien (GdE/ÖGB) - Die zukünftige Gewerkschaft "vida" -Zusammenschluss aus Eisenbahnern und den Gewerkschaften "Handel, Transport, Verkehr" (HTV) sowie "Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst" (HGPD) - setzte nach Veranstaltungen in Ober- und Niederösterreich sowie in der Steiermark heute, Donnerstag ihre regionalen Mitgliederbefragungen zur ÖGB-Reform fort. Mehr als 200 Interessierte konnten heute in Salzburg zu den Befragungen, deren Ablauf nach dem Charakter eines Fußballmatches mit u. a. Anpfiff und Halbzeit organisiert ist, begrüßt werden. "Unsere Mitglieder wollen starke Kooperationen und strategische Zusammenschlüsse, und das erfreulichste daran ist, sie glauben an den Wiederaufstieg des ÖGB", sieht sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE), Wilhelm Haberzettl, mit der Gründung der neuen Gewerkschaft "vida" auf dem richtigen Weg. ++++

Dass die Mitglieder an den ÖGB Neu glauben, sei eines der erfreulichsten Ergebnisse der vorangegangenen Befragungen mit insgesamt rund 650 TeilnehmerInnen gewesen. "Die Leute erwarten sich von uns eine Kommunikation, die auch dort hingeht, wo sie hingehen soll", brachte Haberzettl im Rahmen eines Pressegespräches heute in Salzburg weitere erste Ergebnisse auf den Punkt. HTV-Vorsitzender Willibald Steinkellner ergänzte, dass bessere Mitbestimmungsmöglichkeiten und vermehrte Demokratisierung innerhalb der Gewerkschaftsbewegung unerlässlich seien; Gewerkschaften müssten rascher auf sich verändernde Verhältnisse am Arbeitsmarkt reagieren.

Bis Mitte November müsse die ÖGB-Reform im Wesentlichen stehen:
Haberzettl ist fest davon überzeugt, dass sich der ÖGB reformieren kann. Zuerst sollten abseits von Personalfragen die Inhalte der Reform feststehen und die Struktur des ÖGB Neu fertig sein. "Bevor eine neue Struktur festgelegt werden kann, müssen wir vorher wissen, welche Tätigkeiten wir in Zukunft neu machen werden", sagte Haberzettl, der auch darauf aufmerksam machte, dass die Europäisierung und Internationalisierung der Gewerkschaften dabei nicht unterbewertet werden dürfe.

Die konkreten Vorteile durch die Gründung der neuen Gewerkschaft "vida" seien neben der verbesserten wirtschaftlichen Effizienz auch eine lückenlose Betreuung einzelner Bereiche, erörterte der GdE-Vorsitzende weiter. So werden zukünftig etwa fast alle ArbeitnehmerInnen des gesamten Logistik- und Dienstleistungsbereichs mit "vida" von einer Gewerkschaft bedient, auch die Sozial- und Pflegeberufe würden in einer Gewerkschaft zusammengeführt, so Haberzettl weiter. Dem stimmte auch Steinkellner zu: Auch der Reinigungsbereich werde in Zukunft mit "vida" von einer Gewerkschaft betreut. "Es ist ein Vorteil in einer großen Gewerkschaft Mitglied zu sein, weil die Betreuungsstruktur in einer größeren Gewerkschaft eine Bessere ist", unterstrich der HTV-Vorsitzende. (Schluss)

ÖGB, 7. September 2006 Nr. 589

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