Gehrer: Lesen können heißt lernen können

Großes Angebot an Lesefördermaßnahmen

Wien (OTS) - "Lesen ist die wichtigste Kulturtechnik. Wer gut
liest, kann sich besser weiterbilden und hat höhere berufliche Chancen", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer anlässlich des Welttages der Alphabetisierung. Deshalb hat sie bereits 2002 die Initiativen "Lesefit" gestartet, die zum Programm "Lesen Fördern" ausgeweitet wurde. Mit diesem wird bereits frühzeitig bei den Volksschulkindern die Lesekompetenz gefördert. "Wir erreichen das durch den flächendeckenden Einsatz von Diagnoseinstrumenten zur Früherkennung von Leseschwächen, durch den gezielten Einsatz von Förderunterricht und durch Projekte, mit denen wir die Leselust der Kinder wecken und stärken", so Gehrer.

Seit 2005 wird in allen dritten Klassen Volksschule das Salzburger Lesescreening verwendet, das den Lehrkräften Rückmeldung über die Lesekompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler gibt. Kinder, bei denen eine Leseschwäche festgestellt wird, können mit einem gezielten Einsatz des Förderunterrichts speziell im Lesen trainiert werden. Begleitet werden diese Maßnahmen durch eine intensive Lehrerfortbildung in den Bereichen Diagnose und Leseförderung.

Neben der sicheren Vermittlung einer hohen Lesekompetenz ist auch das Wecken und Stärken der Leselust ein wichtiges Ziel von "Lesen fördern". Dies geschieht beispielsweise durch Lesenächte, Lesewettbewerbe, Lesespiele, Autorenlesungen, der Ausbau von Schulbibliotheken und die gute Zusammenarbeit mit anderen Bibliotheken.
Auch die frühe Sprachförderung im Kindergarten und die Sprachförderkurse an den Volksschulen sind wichtige Maßnahmen zur Steigerung der Lesekompetenz.
Wie Kontrollerhebungen nach einem Jahr Leseförderung ergeben haben, zeigen die Fördermaßnahmen Wirkung. Das Bildungsministerium stellt für Maßnahmen zur schulische Leseförderung jährlich rund 1,7 Mio. Euro zur Verfügung.

Bei der Erwachsenenbildung hat das Bildungsministerium im Bereich der Basisbildung gemeinsam mit Partnern spezielle Maßnahmen und Förderprogramme zur Alphabetisierung umgesetzt. Das "Netzwerk Alphabetisierung" wird vom Bildungsministerium finanziert.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Bildungsministerium auf Alphabetisierungskurse und Bildungsmaßnahmen im Vorfeld von Pflichtschullehrgängen und berufsvorbereitenden Maßnahmen. Insgesamt investiert das Bildungsministerium jährlich mehr als 2 Mio. Euro in Kurse und Bildungsmaßnahmen, die zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses führen.

Das EQUAL-Projekt "Bildung in Bewegung" dient dem Ausbau von Maßnahmen zur Alphabetisierung. Gemeinsam mit den Sozialpartnern, dem AMS, den Ländern, der Wirtschaft und Erwachsenenbildungseinrichtungen erarbeitet das Bildungsministerium innovative Modelle zur Ausbildung von Erwachsenen im Lesen und Schreiben. So können beispielsweise in der Leseausbildung Computer eingesetzt werden oder Werbung für Lesekurse gemeinsam mit in den Betrieben werden. Das Bildungsministerium stellt für diese Projekt 1,8 Mio. Euro zur Verfügung.

Für Interessierte steht seit Juni 2006 das Alfa-Telefon kostenlos zur Verfügung, das neben anonymer Beratung auch Informationen über Angebote bietet.

Am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in St. Wolfgang wird ein eigener Lehrgang zur Ausbildung von Alphabetisierungspädagoginnen und -pädagogen angeboten.

Alfa-Telefon: 0810 20 0810;
www.alphabetisierung.at; www.erwachsenenbildung.at; www.bmbwk.gv.at

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