Rübig: EU setzt bei Naturkatastrophen auf Vorbeugung und intensivere Zusammenarbeit

EU-Zivilschutztruppe und Europäische Beobachtungsstelle sollen bei Naturkatastrophen helfen

Straßburg, 7. September 2006 (ÖVP-PD) Immer mehr Menschen und Regionen werden Opfer von Naturkatastrophen. Auch in diesen Sommermonaten hinterließen Walbrände und Hochwasser in ganz Europa ihre Spuren, dabei blieben auch oft Ferienregionen nicht verschont. "Was der EU fehlt, ist ein umfassender Risikopräventionskatalog mit gemeinsamen strategischen Leitlinien. Außerdem müssen die verschiedenen EU-Instrumente wie zum Beispiel Strukturfonds schneller greifen", so der ÖVP-Europaabgeordnete Dr. Paul Rübig. "Ich habe selbst vor Ort miterlebt, wie wichtig es ist für den Ernstfall gerüstet zu sein, um rasch handeln zu können. Leider bestehen noch große Mängel in einer EU-weiten Kooperation und Abwicklung bei Naturkatastrophen", so Rübig, der heute, Donnerstag, die im Europäischen Parlament eingebrachte Resolution zu Bränden, Dürren und Überschwemmungen in Europa voll unterstützt. ****

Rübig spricht sich außerdem für eine EU-Zivilschutztruppe sowie für härtere Strafen bei Umweltkriminalität und eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten aus. Die in der EU geltenden Maßnahmen hätten sich als unzulänglich oder unangemessen für ein wirksames Vorgehen gegen Naturkatastrophen erwiesen. "Wir müssen die bestehenden Mechanismen und Lösungswege harmonisieren, um die Koordinierung im Ernstfall zu erleichtern und somit effektiv und schnell arbeiten zu können, so Rübig weiter. In diesem Zusammenhang erinnert Rübig daran, dass er sich bereits an anderer Stelle für die Schaffung einer Europäischen Zivilschutztruppe ausgesprochen habe. "Ein derartiger europäischer Mechanismus, für den jeder Mitgliedstaat Ausrüstungen, Mittel und Personal bereitstellen könnte, soll gerade während der Sommermonate in Alarmbereitschaft sein, wenn in Europa und insbesondere in den Mittelmeerländern die Gefahr von Bränden besteht", so Rübig.

Ein weiterer wichtigen Punkt seien die lang- und kurzfristigen wirtschaftlichen Folgen von Naturkatastrophen. "Das immer häufigere Auftreten unvorhergesehener Naturereignisse gefährdet die Wirtschaft der Regionen sowie die die landwirtschaftlichen Betriebe. Oft ist die komplette Schließung ganzer Betriebe die Folge. Das wiederum bringt ganze strukturschwache Gebieten aus dem völligen Gleichgewicht", so Rübig weiter. In der Resolution fordern die Abgeordneten darüber hinaus die Einrichtung einer Europäischen Beobachtungsstelle für Dürre, Wüstenbildung und andere Auswirkungen der Klimaänderung. Diese könnte Informationen erfassen und für wirkungsvollere Reaktionen sorgen. "Für Risikobewertungen, Vorbeugesysteme und Bekämpfungsmittel müssen künftig mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden. Satelliten und andere Spitzentechnologien können vermehrt für die Verhütung und Ortung von Waldbränden und Unterstützung der Löscharbeiten genutzt werden, so Rübig abschließend.

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