Grillitsch: Verdreifachte LEADER-Mittel zur Abholung bereit

Forum Land lud zur "1. Steirischen LEADER-Konferenz"

Fohnsdorf (AIZ) - "Das EU-Programm LEADER wird in der Ländlichen Entwicklung 2007 bis 2013 einen deutlich höheren Stellenwert erhalten. Die Aufstockung der Mittel auf EUR 50 Mio. pro Jahr entspricht fast einer Verdreifachung. Es liegt nun an allen Akteuren in den Regionen - also auch an den Bäuerinnen und Bauern -, kreative und gute Projekte einzureichen und bei LEADER dabei zu sein. Die Mittel liegen zur Abholung bereit." Das sagte Forum Land-Obmann Fritz Grillitsch gestern bei der "1. Steirischen LEADER-Konferenz". Der Einladung von Forum Land folgten rund 200 interessierte Verantwortungsträger aus sämtlichen Regionen der Steiermark ins Schloss Gabelhofen nach Fohnsdorf. Dort informierten und diskutierten Landwirtschaftsminister Josef Pröll und Ignaz Knöbl aus dem Lebensministerium über Ziele und Möglichkeiten im neuen Programm.

Das EU-Programm LEADER ist im Grenzbereich zwischen Agrar- und Regionalpolitik angesiedelt und unterstützt engagierte Regionen in ihrer Entwicklung. Gefördert werden sinnvolle Kooperationsprojekte, wie zum Beispiel zwischen der Land- und Forstwirtschaft und anderen Bereichen wie Tourismus, Gewerbe und Wirtschaft, aber auch kulturelle Initiativen. "Die Land- und Forstwirtschaft steht für solche Kooperationsprojekte natürlich gerne auch weiterhin zur Verfügung", so Grillitsch. "Dann wird es gelingen, dass innovative und kreative Projekte in allen Wirtschaftsbereichen im ländlichen Raum entwickelt und umgesetzt werden. So kann LEADER noch stärker zu einem Impulsgeber für unsere ländlichen Regionen werden und damit bestehende Arbeitsplätze - nicht nur im landwirtschaftlichen Bereich - in der Region absichern und neue schaffen. Denn uns geht es darum, dass die Wertschöpfung in der Region, aber vor allem die Wertschätzung der Region erhöht wird", so Grillitsch.

Innovative Ideen entwickeln und umsetzen

Der Forum Land-Obmann betonte, dass man engagierten Menschen im ländlichen Raum mit der Bereitstellung der zusätzlichen Mittel das Rüstzeug mitgegeben habe, ihre Ideen innovativ und nachhaltig umzusetzen: "Jetzt geht es darum, die Chance zum Dabeisein nicht ungenützt verstreichen zu lassen. Die Gemeinden sollten bereits jetzt darüber nachdenken, sich zu LEADER-Regionen zusammenzuschließen. Wir führen diesbezüglich laufend Gespräche mit den Bürgermeistern. Denn nur wer dabei ist, kann die Mittel auch abholen."

In Österreich gibt es 56 LEADER-Regionen, davon immerhin zwölf in der Steiermark. Die LEADER-Projekte werden auch in Zukunft im bäuerlichen Bereich von der Weiterverarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte über die Entwicklung von Marken bis zu Kooperationsprojekten mit dem Tourismus reichen. Weitere Bereiche betreffen die Bereitstellung erneuerbarer Energieträger und nachwachsender Rohstoffe, das Abdecken kommunaler Dienstleistungen sowie Freizeitgestaltung und Wellnessprodukte.
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