Stadt Wien verweigert Unterstützung von erfolgreichem EU-Integrationsprojekt

Wien (VP-Klub) - "Die ÖVP Wien legt auf die Frühförderung von Kindern mit Migrationshintergrund größten Wert. Die Wiener SPÖ zeigt aber bislang keine Bereitschaft, erfolgreiche Projekte zu finanzieren", so LAbg. Sirvan Ekici, Integrationssprecherin der ÖVP Wien. Ihr ist es unverständlich, dass die SP-Stadtregierung die wichtige Frühförderung negiert und Projekte zur Integration - wie das von der EU geförderte und nun erfolgreich abgeschlossene Pilotprojekt INTI - bis dato nicht fortführen will.

INTI - Das erfolgreiche Integrationsprojekt

Das von der EU geförderte Projekt INTI lief über einen Zeitraum von 18 Monaten und richtete sich an türkische Familien mit Vorschulkindern in Wien. Ziel war es, Entwicklungs- und Bildungsdefizite der Kinder zu erheben, zu beseitigen und so ihre Zukunftschancen zu verbessern. Dies gelang durch eine gezielte Arbeit mit den Eltern durch Hausbesuche, in Mutter-Kind-Gruppen aber auch zahlreichen Informations- und Seminarabenden.

"Das Projekt war sehr erfolgreich und muss unbedingt fortgeführt werden. Erziehungsdefizite wurden beseitigt, die Kinder lernten spielerisch Deutsch und die Integration der Familien war enorm. Das Interesse der Familien mit Migrationshintergrund ist da, doch man muss sie mit Projekten wie INTI an der Hand nehmen und führen", so der Projektleiter Enhar-Mustafa Erdem. Auch die Obfrau der türkischen Elternvereinigung, Fitnat Estekin, unterstreicht die Notwendigkeit solcher Projekte: "Es gäbe so viele Familien, die bei dem Integrationsprojekt mitmachen wollen, doch die Stadt Wien interessiert das nicht."

Keine 70.000 Euro für Integration, dafür 150.000 Euro für ein zweitägiges Fest

"Intensive und nachhaltige Integration durch direkte Eltern- und Kinderbetreuung von über 30 Familien und Informationen und Kontakte mit über 100 Familien sind der Stadt Wien nicht einmal 70.000 Euro wert. Dafür lässt sich die Wiener SPÖ aber eine zweitägige Veranstaltung 150.000 Euro kosten. Von Förderung der Integration kann in Wien keine Rede sein", so die VP-Integrationssprecherin.

Ekici forderte in der Pressekonferenz von der Wiener SPÖ einmal mehr das von der ÖVP Wien lange geforderte letzte Kindergartenjahr gratis, in dem gezielt Deutschkurse angeboten werden, die frühzeitige Schuleinschreibung, festgeschriebene Quoten an Kindern mit Migrationshintergrund in Schulen, eine flächendeckende Nachmittagsbetreuung und die Senkung der Klassenschülerzahlen auf 22. "Nur wenn die Wiener SPÖ all diese Maßnahmen, die klar in ihrer Verantwortung liegen, umsetzt und wichtige Projekte zur Frühförderung, wie das INTI Projekt, unterstützt, kann Integration erfolgreich sein - alles andere ist reine Augenauswischerei."

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