Schweitzer: Brauchen Sonderkommando-Fußball

Wer hätte gedacht, dass Lichtenstein zur Zitterpartie wird. Um zu retten, was noch zu retten ist, müssen andere das Ruder im österreichischen Fußball übernehmen

Wien (OTS) - Die Entwicklung des österreichischen Fußballs, vor allem die fehlenden Signale und Bemühungen in Richtung Trendwende nach oben, lassen Sport-taatssekretär Karl Schweitzer an der Sinnhaftigkeit weiterer finanzieller Investitionen zweifeln.

Die öffentliche Hand, sprich der Steuerzahler, so Schweitzer, investiert in die Ausrichtung der Fußballeuropameisterschaft 2008 mehr als 100 Millionen Euro. Dies stehe in keiner Relation zu den Leistungen des Nationalteams auf der einen und zu den Leistungen des österreichischen Klubfußballs auf der anderen Seite. Die Investitionen der öffentlichen Hand werden natürlich auch, so Schweitzer, unter dem Gesichtspunkt Effizienz und Tragfähigkeit für den österreichischen Fußball getätigt.

Der österreichische Fußball kocht schon zu lange im eigenen Saft, erklärt Schweitzer, die "Post-Cordoba-Generation" habe den Fußball kontinuierlich abgewirtschaftet und seit der letzten WM-Beteiligung in Frankreich fällt die österreichische Fußballaktie in den Keller.

Das ÖFB-Präsidium sei nicht in der Lage das Ruder herumzureißen. "Wir brauchen eine 'SOKO-Fußball’, mit Personen, die nicht um Posten rittern und sich gegenseitig die Niederlagen schönreden", betont Schweitzer und zitiert den Trainer Daum "man solle den Leuten nicht Zucker in den Arsch blasen", nur um gut dotierte Funktionärs-posten zu behalten. Die durchaus talentierten österreichischen Kicker verdienen bessere Funktionäre und zwar solche die strategisch und taktisch auch in der Lage sind entscheidend durchzugreifen. Die Zeit des Zauderns müsse vorbei sein, betont Schweitzer abschließend.

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